Ein Ökoquartier am Fuss des Uetlibergs

Ein Ökoquartier am Fuss des Uetlibergs

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Der Friesenberg hatte bis anhin das Image eines Schlafquartiers. Nun soll das Wohngebiet beim Uetliberg ein Zentrum bekommen. Dieses soll nicht nur Treffpunkt sein, sondern auch ein Vorbild für die übrige Stadt bieten.
 
Noch sind die Wohnungen im Zürcher Friesenbergquartier bezahlbar. Auch sonst scheint das Gebiet ein idealer Wohnort zu sein: Es liegt nahe beim Erholungsgebiet um den Zürcher Hausberg, mit dem öffentlichen Verkehr lässt sich das Stadtzentrum schnell erreichen. Letztes Jahr stieg die Einwohnerzahl um sieben Prozent. Dennoch haftet dem Wohngebiet das Image eines Schlafquartiers an. Das soll sich nun ändern. Geht es nach den Plänen der Familienheim Genossenschaft Zürich (FGZ) soll der Friesenberg ein Quartierszentrum erhalten. Dies berichtet der „Tages-Anzeiger“ in seiner aktuellen Ausgabe.
 
Dem Friesenberg fehle ein Zentrum, dass diesen Namen verdiene, heisst es auf der Website der FGZ. Und man will noch mehr als ein Zentrum sein: Besondere Aufmerksamkeit schenke man den Themen Sozialverträglichkeit und Nachhaltigkeit, damit das Zentrum Friesenberg zu einem Vorbild für qualitätsorientierte Quartierentwicklung in der Stadt Zürich werde. Man spricht von einem „ökologischen Leuchturmprojekt“. Das Projekt beinhaltet 120 neue Wohnungen, ein Restaurant, ein Jugendangebot und Kindertagesstätten. Mit dem Zentrum einher geht auch eine Beruhigung des Strassenraums.
 
Wieviel das Projekt kosten wird, ist noch offen. Laut „Tages-Anzeiger“ geht man von einem Betrag zwischen 50 und 80 Millionen Franken aus. Die Genossenschaft kann sich laut FGZ-Präsident Alfons Sonderegger solche Investitionen in die Zukunft leisten. Für die Betriebsrechnung seien aber kostendeckende Mieterträge nötig, wird Sonderegger im „Tages-Anzeiger“ zitiert. Wieviel die die Mieter der neuen Wohungen bezahlen müssen, lässt sich noch nicht sagen.
 
Läuft alles nach Wunsch der FGZ wird 2011 der Architekturwettbewerb für das Quartierszentrum ausgeschrieben und durchgeführt. 2012 soll die GV über den Projektierungskredit entscheiden und 2013 die Gesamtanlagekosten bewilligen. Die Baurabeiten könnten 2014 aufgenommen werden. (mai)