Ein „Nest“ für die Forschung

Ein „Nest“ für die Forschung

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Teaserbild-Quelle: Empa

Heute war es so weit: Mit einem symbolischen Spatenstich startete in Dübendorf ZH der Bau des „Nest“, einem modularen Gebäude, mit welchem die Empa zukünftige Wohn- und Arbeitsformen, Konstruktionsmethoden und energieeffiziente Technologien erforschen will. Das in Europa einmalige Haus entwarf das Zürcher Büro Gramazio & Kohler.

Der viergeschossige Bau besteht aus einem Kern, dem so genannten „Backbone“. Dieser verfügt über drei offene Plattformen, auf welchen sich mehrere voneinander unabhängige Forschungs- und Innovationsmodule installiert oder vielmehr sozusagen hineingeschoben werden können. In diesen so genannten Units sollen zukünftige Wohnungen, Büro- und Konferenzräume unter alltagsnahen Bedingungen erforscht, erprobt und weiterentwickelt werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Häusern sind Fehler und Irrwege im „Nest“ erlaubt und auch erwünscht. Dies, damit neue Technologien und Systeme unter „realen“ Umständen getestet werden können.

Allerdings werden anhand des „Nest“  nicht nur Wohn- und Arbeitsformen, sondern auch Energieflüsse und Versorgungstechniken der Häuser von morgen erforscht: Den die einzelnen Module werden über das Backbone aus mit Wasser, Wärme, Elektrizität und Internetanschluss versorgt; die Nutzungsdaten der einzelnen Module werden detailliert ausgewertet.

Der Bau des Backbone soll im Herbst nächsten Jahres abgeschlossen sein. Läuft alles nach Plan, werden 2015 werden die ersten Forschungsmodule installiert. - Als akademische strategische Partnerinstitutionen beteiligen sich zurzeit neben der Empa und der Eawag die ETH Zürich, die EPF Lausanne und die Hochschule Luzern. (mai)