Ein luftiger Stapel am Rhein

Ein luftiger Stapel am Rhein

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Teaserbild-Quelle: Herzog & de Meuron
Seit heute liegt das Baugesuch für Herzog & de Meurons Roche-Turm beim Basler Bauinspektorat auf. Das 180 Meter hohe Bürogebäude wurde leicht verändert. Dies zeigen aktuelle Visualisierungen.
 
 
Zwei Veränderungen besonders auf: Die horizontalen Bänder ragen nicht mehr so stark hervor wie auf den bis anhin bekannten Visualisierungen, zudem sind sie auch nicht mehr unregelmässig aufeinander gesetzt. Damit fügt sich der Bau zumindest von der Strasse aus gesehen dezent in seine Umgebung ein. Die zweite, augenfällige Veränderung betrifft die Fensterscheiben: Ging man bei den bisherigen Visualisierungen von dunklerem Glas aus, sind die Scheiben nun heller. Damit werden die horizontalen Linien bzw. die einzelnen „Schichten“ weniger betont. Das Wolkenkratzer wirkt homogener und erhält mit der helleren Fassade gleichzeitig etwas Luftiges. Fast scheint er sich in seiner Umgebung aufzulösen.
 
Die allgemeine Wahrnehmung des architektonischen und gestalterischen Finetunings sei die Folge davon, wie früh das Projekt schon der Öffentlichkeit vorgestellt worden sein, erklärte Matthias Baltisperger, Standortleiter der Roche Basel gegenüber der „Basler Zeitung“ (BaZ). Nachdem der erste Entwurf – ein schraubenförmiger Turm – scheiterte, lieferten Herzog & de Meuron einen neuen Vorschlag, der vor rund einem Jahr der Öffentlichkeit präsentiert worden war. Wie Baltisperger gegenüber der BaZ erklärt, wäre ein Gebäude, das keinen Bebauungsplan voraussetze, wäre erst zum aktuellen Zeitpunkt oder vielmehr am Datum des Baugesuchs der Öffentlichkeit präsentiert worden. Der Konzern wolle mit dieser Strategie der Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit auch zum Ausdruck bringen, dass Roche sich der grossen Verantwortung bewusst sei, welches ein solches Projekt mit sich bringe. Eine grosse Verantwortung übernhemen die Planer des prestigeträchtigen Projekts auch bezüglich der Projektkosten. Wie Baltisperger in der BaZ erklärt, bewegen sich diese im Rahmen von 550 Millionen Franken. (mai)