Ein luftiger Kubus aus Backsteinen für Lehmskulpturen

Ein luftiger Kubus aus Backsteinen für Lehmskulpturen

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Beinahe selbst eine Skulptur: Der Pavillon, in dem Le Duc Ha arbeitet und ausstellt. (Hiroyuki Oki/zvg) 1/4

Die traditionelle Bauweise der Region liefert die Inspiration für den luftigen Arbeits- und Ausstellungspavillon eines Tonkünstlers im Südosten Vietnams. Er wirkt beinahe selbst wie eine gebrannte Skulptur.

Umgeben von üppig wucherndem Grün hat sich Lehmkünstler Le Duc Ha ein idyllisches Atelier bauen lassen. Es befindet sich am Ufer des Thu-Bo-Flusses in der Nähe von Tien Ban im Südosten Vietnams. Der sieben auf sieben Meter grosse Kubus aus Ziegeln aus der Feder der Architekten  Nguyen Hai Long, Tran Thie, Ngu Ngon, Nguyen Anh Duc und Trinh Thanh Tu dient Le Duc Ha als Werkstatt und gleichzeitig als Ausstellungstätte. Allerdings ist die luftige Gestaltung mehr als „nur“ Design. Denn die zahllosen Durchblicke in der Fassade sorgen an heissen Tagen für Kühlung, weil über sie die Luft besser zirkulieren kann.  

Während in der zweiten Etage die Werke auf einem dreistöckigen Bambusgerüst gelagert werden, befindet sich das Atelier befindet sich im Parterre.  Es wird über eine Treppe und vor allem über eine grosse, kreisförmige Öffnung, die gleichzeitig für Licht sorgt, mit dem darüber liegenden Bereich verbunden. – Auch das Bambusgerüst hat mehr als eine Funktion: Auf ihm können nicht nur die fertigen und noch im Entstehen begriffenen Werke Le Duc Has bewundert werden. Es schützt sie auch vor Überschwemmungen: Wenn der Thu Bo über die Ufer tritt sind sie genug weit vom Wasser entfernt. (mai)