Ein Life-Science-Zentrum für Basel und Zürich

Ein Life-Science-Zentrum für Basel und Zürich

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Künftig sollen sich die Life-Sience-Bereiche der Universität Basel und der ETH Zürich auf einen Standort konzentrieren. Und zwar auf dem ehemaligen Schällemätteli-Areal in Basel. Kernstücke sind das neue Biozentrum sowie das Universitätskinderspital beider Basel. – Der entsprechende Bebauungsplan liegt ab nächster Woche öffentlich auf.
 
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So soll das geplante Biozentrum auf dem Schällmätteli-Campus aussehen.
 
Weil die sieben Fakultäten der Universität Basel zurzeit auf rund 40 Standorte verteilt sind, sollen sie auf einige wenige konzentriert werden. Besonders hoch gewichtet die Universität dabei den Zusammenzug ihrer Life-Science-Einheiten und der mit ihnen verbunden exakten Wissenschaften. Diese Bereiche sollen künftig alle auf dem Schällemätteli-Areal Platz finden. Zudem ist geplant, dass dort auch das Departement Biosystemes, Sciences and Engeneering der ETH Zürich einzieht. Von dieser Bündelung verspricht man sich beim Kanton „grosse Effizienzgewinne“. Mit der Nähe zu den beiden Universitätsspitälern entstehe „ein starker Cluster mit enormem Potenzial“, schreibt die Basler Baudirektion in ihrer Medienmitteilung.
 
Mit einer Testplanung hatten die Universität und die ETH im ersten Halbjahr 2011 geklärt, wie sich die Raumbedürfnisse baulich umsetzen lassen. Darauf basierend arbeitete das Basler Amt für Städtebau und Raumplanung schliesslich einen Bebauungsplan aus, der vom kommenden Montag bis 5. Juni öffentlich aufgelegt wird. Danach wird dem grossen Rat voraussichtlich bis diesen Spätsommer ein entsprechender Ratschlag unterbreitet.
 
Von den geplanten Bauvorhaben auf dem Areal ist der Neubau für das Biozentrum am weitesten fortgeschritten. Es stammt aus der Feder der ilg santer architekten aus Zürich. Sie entwarfen einen rund 70 Meter hohen Turm, in dem neben den neuen Räumen für das Biozentrum ein Rechenzentrum, allgemeine Unterrichtsräume sowie eine Cafeteria untergebracht werden sollen. Er wird auf rund 240 Millionen Franken Baukosten bzw. 300 Millionen Franken Gesamtkosten geschätzt (Stand 2010). Laut dem Basler Bau- und Verkehrsdepartement dürfte das Baugesuch noch dieses Jahr eingereicht oder vielmehr abgeschlossen werden. Mit der Genehmigung des Baukredits durch die Parlamente beider Basel rechnet es bis Anfang 2013. (mai/mgt)