Ein Kubus für eine barocke Anlage

Ein Kubus für eine barocke Anlage

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: zvg
Das Projekt eines deutschen Architekturbüros hat den Wettbewerb für die Neunutzung der Klosterinsel Rheinau gewonnen. Das Projekt "stabilitas loci" wird nun unter der Leitung des kantonalen Hochbauamtes weiterentwickelt. Dies teilte die Zürcher Baudirektion mit.
 
zvg
Quelle: 
zvg
Siegerprojekt wurde der Beitrag von deutsche Architekturbüro Bembé + Dellinger aus Greifenberg bei München.
 
Seit dem Wegzug der Psychiatrischen Klinik aus der barocken Anlage ist ein grosser Teil der Räume leer gestanden. Nun das Kloster mit neuem Leben gefüllt werden und zwar mit einem Musikzentrum für junge Künstler und mit der kantonalen Hauswirtschaftsschule. Daneben sollen ein Restaurant und ein Museum in den historischen Bauten Platz finden. – Verläuft alles nach Plan wird das Vorhaben bis Juni 2013. Den gesamten Investitionsbedarf schätzt das kantonale Immobilienamt auf rund 45 Millionen Franken. Finanziert wird das Projekt vom Kanton Zürich.
 
Im international ausgeschriebenen Projektwettbewerb für den Umbau der Anlage setzte sich das deutsche Architekturbüro Bembé + Dellinger aus Greifenberg mit seinem Porjekt „stabilitas loci“ gegen rund 40 weitere Bewerber durch. Die Architekten sehen unter anderem einen kubusförmigen Neubau im Eingangsbereich der Brücke vor. Allerdings muss dem Neubau das „Wyssche Gebäude“ weichen, es muss als einziges Bauwerk abgebrochen werden. Der Vorschlag des Büros besticht gemäss Jury „durch seine Konsistenz und durch die hohe Qualität“. Mit der präzisen und überraschenden Setzung des Eingangsgebäudes habe das Projekt neue Lösungsansätze geschaffen. Die Klosteranlage werde dadurch aufgewertet und es würden ausgezeichnete Voraussetzungen für den geplanten Kultur- und Lernbetrieb geschaffen, heisst es weiter.
 
Das Siegerprojekt sowie die übrigen Projekte werden bis am 20. März in einer Wettbewerbsausstellung im Festsaal auf der Klosterinsel ausgestellt. (mai/sda)