Ein knappes Drittel mehr Gewinn bei Implenia

Ein knappes Drittel mehr Gewinn bei Implenia

Gefäss: 
Trotz des strengen und langen Winters geht es Implenia sehr gut. Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 15,5 % auf 1,41 Mrd. Franken. Einzig die Sparte Tunnelbau liess zu wünschen übrig. Dafür läuft es in Norwegen ist die Entwicklung sehr ermutigend.  
 
Der grösste Baukonzern der Schweiz verdiente in den ersten sechs Monaten dieses Jahres soviel wie noch nie - 21,1 Mio. Franken, 17,7 % mehr als in der Vorjahresperiode, Gemäss Konzernchef Anton Affentranger ist das ein Rekord. Der Umsatz von 1,41 Mrd. Franken übertrifft die Erwartungen der Analysten bei weitem. Diese hatten mit einem Umsatz von 1,25 Mrd. Franken und einem Reingewinn von etwa 11 Mio. Franken gerechnet. Am Donnerstags-Börse war der Titel mit +7% der grösste Gewinner.

Sparte Buildings als grösster Gewinner

Die Sparte Buildings plant und baut komplexe Gebäude. Sie alleine konnte den Umsatz um 22 % auf 806,4 Mio. Franken steigern. Aktuelle Schlüsselprojekte sind unter anderem ein Alters- und Pflegeheim in Genf oder zwei Autobahnraststätten im Tessin. Auch im Bereich Immobilienentwicklung wurde mehr verdient. Mehrere Projekte konnten im ersten Semester zum Abschluss gebracht und an Investoren veräussert werden. Besser entwickelt hat sich zudem das Renovationsgeschäft, das sich gemäss Affentranger der Gewinnschwelle genähert hat.

Auf Erfolgskurs in Norwegen

Nach einem Verlust von 0,9 Mio. Franken im Vorjahr hat sich das Norwegen-Geschäft gut entwickelt, mit einem Betriebsgewinn im ersten Semester von 4,7 Mio. Franken. Mehrere Grossaufträge konnten gewonnen werden, so der Bau des Eidanger-Tunnels mit einem Volumen von 100 Mio. Franken.

Sparte Tunnelbau nicht befriedigend

Die auslaufenden Aufträge aus der Neat  machen sich bemerkbar. Der Umsatz reduzierte sich in dieser Sparte um knapp 13% auf 129,4 Millionen Franken und der Betriebsgewinn von 18,6 auf 4,9 Mio. Franken. Für den Konzernchef ist das ein grosser Wermutstropfen. Belastend wirkte sich in dieser Sparte das Geschäft im Mittleren Osten aus, wo der Verlust um 1,5 Mio. auf 8,5 Mio. Franken stieg. Nachdem man bei der Metroline "Green Line" in Katar nicht zum Zuge kam, hofft Implenia auf Aufträge beim Semmering-Eisenbahntunnel in Österreich oder beim neuen Eisenbahntunnel zwischen Lyon und Turin. Kürzlich erhielt man den Zuschlag für einen Abwassertunnel in Hamburg.

Schöne Aussichten

Gestützt auf den hohen Auftragsbestand glaubt man, das schon sehr gute Vorjahres-Ergebis nochmals zu übertreffen. Finanzchef Beat Fellmann rechnet mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses von 110 Mio. auf 115 Mio. Franken. (mai/sda)