Ein Geschoss mehr für die Kunst

Ein Geschoss mehr für die Kunst

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Die Stadt Lugano macht bei ihrem geplanten Kultur- und Kunstzentrum LAC keine Abstriche. Dank einem Kredit, den das Stadtparlament nun gewährt hat, wird das Projekt so umgesetzt wie vorgesehen und erhält jetzt ein zusätzliches Geschoss.
 
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200 Millionen soll das Projekt insgesamt kosten.
 
Ivano Gianola, den Architekten des geplanten, neuen Luganeser Zentrums für zeitgenössische Künste LAC (Lugano Arti Contemporanee), wird’s freuen: Das LAC wird nun so gebaut, wie er es ursprünglich geplant hatte. Denn das Stadtparlament hat einen Kredit in der Höhe von 9,6 Millionen Franken für ein zusätzliches Stockwerk mit einem klaren Mehr bewilligt. Dort sollen zusätzliche Museumsräume, ein Proberaum für Theateraktivitäten, ein Mehrzwecksaal sowie ein Restaurant unterkommen. – Aus Spargründen wollte man zwischenzeitlich auf das Stockwerk verzichten.
 
Unterdessen sei das Projekt dank der Kooperation mit dem Kanton effizienter als noch vor ein paar Jahren unterwegs, erklärte die für das Dossier zuständige Stadträtin Giovanna Masoni Brenni (FDP) gegenüber den Redio Rete 1. Mit grossem politischen Widerstand muss Masoni nicht mehr rechnen, zumal die Lega dei Ticinesi ihre Drohung, das Referendum gegen den 9,6-Mio-Franken-Kredit zu lancieren, voraussichtlich nicht wahr macht.

Luzerner KKL als Vorbild

Damit hat das LAC die wohl letzte grosse Hürde überwunden. Läuft alles nach Plan, wird das Kulturzentrum im Jahr 2013 eröffnet. Der Gebäudekomplex am Seeufer soll Lugano dereinst weit über die Landesgrenze hinaus bekannt machen. Vorbild ist das KKL in Luzern. Geplant sind ein Theater, Ausstellungsräume, ein Konzertsaal sowie Geschäfte, Gastbetriebe und ein unterirdisches Parkhaus. Lugano lässt sich sein neues Wahrzeichen insgesamt rund 200 Millionen Franken kosten: 30 Millionen wurden für den Erwerb des Grundstückes ausgegeben, dazu kommen Baukosten von 169 Millionen. Daneben investieren Privatpersonen in das Prestigprojekt, sie machen für Büros und 30 Luxuswohnungen weitere hundert Millionen Franken locker.
 
Zu stehen kommt der Komplex auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Palace. Von dem ausgebrannten und seit 1969 geschlossenen Hotel aus der Belle Epoque bleibt nur die Fassade übrig. Das Palace war bei seiner Eröffnung Mitte des 19. Jahrhunderts die einzige Luxusherberge zwischen Luzern und Mailand gewesen. (mai/sda)
 
 

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