Ein Facelift für Bahnhofsplatz und Bahnhof

Ein Facelift für Bahnhofsplatz und Bahnhof

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Der Hauptbahnhof in St. Gallen soll für 120 Millionen Franken umgebaut werden. SBB und Stadt wollen die grösste ÖV-Drehscheibe der Ostschweiz für die steigenden Benutzerzahlen fit machen. Die Eröffnung ist auf 2018 geplant.
 
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Der markante Glaskubus dürfte zum Wahrzeichen des neugestalteten St. Galler Bahnhofsplatzes werden.
 
Eckpunkte des gemeinsamen Projekts von SBB und Stadt St. Gallen sind neue, breitere Personenunterführungen, eine neue Ankunftshalle und ein neugestalteter Platz für Busse und Postautos. Die Gesamtkosten schätzen die Planer auf rund 120 Millionen Franken. Finanziert wird das Projekt sowohl vom Bund als auch von Privaten.
 
 
80'000 Reisende benutzen jeden Tag den Bahnhof St. Gallen. "In 20 Jahren werden es über 100'000 sein", erklärt Elisabeth Beéry, Stadträtin und Vorsteherin der Direktion Bau und Planung. Nun reagieren Stadt und SBB auf die grösser werdenden Menschenströme: Die SBB verbreitern die Personenunterführungen und die Perron-Zugänge. Und die Stadt schafft Ordnung auf dem Bahnhofplatz, den sich Stadtbusse (VBSG), Postauto und die Appenzellerbahn teilen. Hute Busse durchqueren die Busse den Bahnhofplatz fast ausschliesslich auf einer Nord-Ost- Achse; Ihre Wartezeit soll verkürzt werden. Der Autoverkehr, der laut Beéry regelmässig zu Konflikten auf dem Bahnhofplatz führt, wird auf die Nordseite verlegt. Damit soll der gesamte Platz soll übersichtlicher und für Fussgänger und Velofahrer sicherer werden. Zudem wird die Zahl der Veloparkplätze verdoppelt.
 
Mit Rolltreppen, Liften, Wartehäuschen und -plätzen soll auch der Bahnhof benutzerfreundlicher werden: So erreichen etwa dereinst Schüler und Lehrer über einen unterirdischen Zugang erreichen die Fachhochschule aur direktem Weg. Zudem wird mit Einführung der S-Bahn im Jahr 2013 von den SBB ein viertes Perron auf der Nordseite des Bahnhofs errichtet. Zudem soll der Bahnhof als "Visitenkarte der Ostschweiz" ein neues Gesicht bekommen. Geplant ist eine neue Ankunftshalle, deren moderne Architektur mit den denkmalgeschützten Bauten der Stickerei-Blüte kontrastieren soll. Die SBB habe ihr Vorprojekt noch nicht so weit, sagte Stefan Thalmann, Leiter Netzentwicklung Ostschweiz der SBB. Es sei möglich, dass das Projekt, insbesondere die Unterführung Ost, aus Kostengründen redimensioniert werde.
 
 
Bei der Stadt ist man weiter, wie Beéry sagte. Anfang Jahr will der Stadtrat den Kostenanteil bekannt geben. Dieser bewege sich bei rund 50 Mio. Franken. Im zweiten Quartal 2012 soll sich das Stadtparlament mit dem Kreditbegehren befassen, Ende Jahr wird es den Stimmbürgern vorgelegt. Das Projekt "Akari" einer Zürcher und St. Galler Planergemeinschaft ging 2008 aus einem Wettbewerb hervor. Es erfüllte die Anforderungen an Verkehr und Mobilität am besten. Ein markantes Zeichen setzt ein Glaskubus beim Aufgang der Hautpunterführung im Osten. Die fünfstöckige Ankunftshalle mit halbtransparenter Fassade soll als Warteraum und Treffpunkt dienen. (mai/sda)