Ein Deckel für den Autolärm

Ein Deckel für den Autolärm

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Die Einhausung Schwamendingen soll die Anwohner des Autobahnabschnitts zwischen Schöneichtunnel und Einfahrt Aubrugg im Norden Zürichs vor Lärm schützen. Die Vorbereitungen für das 300 Millionen Franken schwere Projekt sind nun abgeschlossen. Gibt der Bund das Projekt frei, kann die Planauflage voraussichtlich kommenden Januar erfolgen.
 
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Künftig soll die Autobahn unter einem Deckel verschwinden.
 
Das Bundesamt für Strassen (Astra), der Kanton und die Stadt Zürich seien gewillt, die Einhausung des Autobahnabschnitts zwischen Schöneichtunnel und Einfahrt Aubrugg rasch zu realisieren, teilt das Astra mit. Die voraussichtlichen Kosten für die Einhausung belaufen sich gemäss Astra auf rund 300 Millionen Franken. Die Mehrkosten gegenüber dem bereits genehmigten Kostenrahmen von 209 Millionen Franken seien auf die besonderen Herausforderungen des Baugrunds, die Bauteuerung sowie die gestiegenen Anforderungen an die Sicherheitsmassnahmen von Autobahntunnels zurückzuführen. Weit fortgeschritten seien die Gespräche über technische und finanzielle Details zwischen Bund, Kanton und Stadt. Sobald eine definitive Einigung erzielt worden ist, soll die Öffentlichkeit informiert werden. - Parallel zum Bau der Einhausung soll auch der Schöneichtunnels saniert werden.

Verhandlungen noch im Gange

Die Verhandlungen mit den Grund- und Liegenschaftseigentümern, die von Enteignungen betroffen sind, sind allerdings noch am Laufen. Die Höhe der Entschädigung richte sich grundsätzlich nach dem Verkehrswert, heisst es beim Astra. Man strebe mit allen involvierten Parteien eine einvernehmliche Lösung an. Die Kommunikation sämtlicher Details zum Projekt und die separaten Informationsveranstaltungen für die Grundeigentümer und für die Quartierbewohnerinnen erfolgen vor der Planauflage.
 
Schwamendingen kämpft seit Jahrzehnten für Lärmschutzmassnahmen entlang der Autobahn mitten durchs Wohnquartier. Vor rund vier Jahren hatten der Zürcher Kantonsrat, das Stadtzürcher Stimmvolk und der Bund die Kredite für die Überdeckung der sechsspurigen Nationalstrasse gut geheissen. Es handelt sich um eines der am stärksten belasteten Strassenstücke der Schweiz. Es wird täglich von über 110'000 Fahrzeugen genutzt. (mai/sda)