Ein Arosa für den Blue Moon Mountain?

Ein Arosa für den Blue Moon Mountain?

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In der Provinz Yunnan will ein Schweizer einen Skiort bauen. Dafür konnten verschiedene Schweizer Partner engagiert werden, unter anderem auch Arosa. Dies berichtete das Online-Wirtschaftsmagazin „cash.ch“.
 
Immer mehr Chinesen finden Gefallen am Ski-Sport und wagen sich auf die Bretter. Gemäss „cash.ch“ wird es bis 2014 bereits 20 Millionen Skisport treibende Chinesen geben. Und bereits gibt es zahlreiche Skigebiete in verschiedenen Provinzen. Das reicht aber nicht, um die rasant steigende Nachfrage zu befriedigen. Darum will Schweizer Tibeter Songtsen Gyalzur in der Provinz Yunnan ein Ski-Resort nach Schweizer Vorbild errichten.
 
Vertragsverhandlungen sind am Laufen. Der Gyalzur ist mit Grossprojekten vertraut. Sein Unternehmen verzeichnete in den letzten Jahren ein Transaktionsvolumen von 300 Millionen Franken. Es betreibt unter anderem ein 5-Sterne-Hotel in Lhasa und privat engagiert sich der in der Schweiz aufgewachsene Tibeter in verschiedenen Hilfswerken, darunter auch mit einem Kinderhilfswerk in Tibet. Für sein neuestes Ski-Resort-Projekt haben sich verschiedene Schweizer Partner engagiert, unter anderem die Gemeinde Arosa. Sie sollen ihr Wissen im ambitionierten Projekt einbringen. Bereits hat sich eine Delegation aus der Schweiz auf dem Blue Moon Mountain auf 4700 Meter Höhe ein Bild machen können und mit dortigen Behörden über einen Knowhow-Transfer gesprochen. Gemäss "cash" wurde auch eine Städte-Partnerschaft mit der Stadt Shangri-La diskutiert.
 
Gemäss "cash.ch" sind Wintersport treibende Chinesen und Chinesinnen überdurchschnittlich gebildet, gut verdienend und kommen aus gehobenen Schichten. Viele sind weit gereist und stellen auch an ein Skigebiet in China hohe Ansprüche, denen die meisten bestehenden Skigebiete Chinas (noch) nicht gerecht werden. Gyalzur und Arosa können davon nur profitieren, wenn es gelingt ein herausragendes Ski-Resort zu entwickeln, das so etwas wie Schweizer Standard zu bieten vermag. Umfragen zeigen, dass über die Hälfte aller Chinesen zwischen 18 und 40 Jahren mindestens einmal auf die Bretter stehen wollen. (mai)