Eigentümer bleiben auf Luxuswohnungen sitzen

Eigentümer bleiben auf Luxuswohnungen sitzen

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Teaserbild-Quelle: Allreal

Wer in der Stadt Zürich Wohnungen ab 4000 Franken Miete an den Mann bringen will, hats schwer. Das Angebot ist riesig, die Nachfrage immer niedriger. Billiger werden die Logen aber häufig nicht – sie bleiben stattdessen leer.

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Allreal
Escher-Terrassen, Zürich

Wer viel Geld hat, will auch angemessen wohnen. Mietpreise von mehreren tausend Franken pro Monat sind in der Schweiz keine Seltenheit. Auch in der Stadt Zürich nicht. Dort stehen derzeit aber viele Luxusimmobilien leer, wie der „Tages-Anzeiger“ schreibt. Suche eine Person im Kanton Zürich eine unmöblierte Mietwohnung in einer Preisspanne von 5000 bis 16 000 Franken, erhalte sie auf der Internet Vergleichsdienstsite comparis.ch derzeit 146 Treffer, heisst es. Ein enormes Angebot – doch die Nachfrage hat offenbar nachgelassen. Céline Stoop, Junior-Vermarkterin bei Seitzmeir Immobilien, die Neubauprojekte vermarktet und auch sehr teure Wohnungen vermietet, sagt gegenüber der Zeitung: „Heute ist der Absatz ab 4000 Franken schwieriger geworden.“

Angst vor Dominoeffekt

Eine Senkung des Mietpreises kommt aber nicht für alle Eigentümer in Frage. Comparis-Mediensprecher Felix Schneuwly erklärt: „Sie hüten sich vor starken Preissenkungen.“ Wenn es sich der Eigentümer leisten könne, lasse er die Wohnung eher leer stehen, statt den Mietpreis zu senken. Die Angst vor einem Dominoeffekt sei gross. Aber offenbar nicht für alle. Allreal, die Eigentümerin der Wohnungen im Hochhaus Escher-Terrasse, hat laut „Tages-Anzeiger“ bei einem Teil der grösseren Wohnungen den Quadratmeterpreis gesenkt. Die teuerste Wohnung mit 5,5 Zimmern und 251 Quadratmetern Fläche ist jetzt 18 Prozent günstiger. Mediensprecher Matthias Meier: „Wir mussten feststellen, dass einzelne Wohnungen nicht mehr dem quartierüblichen Niveau entsprechen.“ Es herrsche ein Überangebot. Dass einzelne Preise zu hoch angesetzt seien, sei auch von potenziellen Mietern bestätigt worden. Die Wohnungen sind bereits seit April bezugsbereit; dennoch steht die Hälfte von ihnen leer. (pd/mt)