Edmonton plant die nachhaltige Stadt

Edmonton plant die nachhaltige Stadt

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Teaserbild-Quelle: zvg
Der im Zentrum der kanadischen Stadt Edmonton gelegene Flughafen wird stillgelegt. An seiner Stelle soll ein ganzes Quartier für 30'000 Einwohner entstehen. Hierfür wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, dessen fünf Finalisten noch bis Ende Monat ihre Entwürfe präsentieren. Im März fällt der Entscheid, wie der neue Stadtteil aussehen wird.
 
Der Flughafen Blatchford Field, in der City Edmontons gelegen, hat keine Zukunft: Für Grossflugzeuge sind die Runways zu kurz, obwohl die Anlagen eine Gesamtfläche von 58 Hektaren einnehmen. Ausserdem besitzt die 1,1-Millionen-Stadt dreissig Kilometer südlich einen internationalen Flughafen, der für viel Geld ausgebaut werden soll.
 
Der City Airport wurde deshalb in den letzten Jahren Schritt für Schritt stillgelegt. Gleichzeitig rief die Stadt einen internationalen Wettbewerb für die Neugestaltung des Gebietes aus. Dieser sieht einen Stadtteil für 30'000 Bewohner vor, der gleichzeitig die sieben Grundanforderungen eines Masterplans erfüllen muss, und zwar in den Kriterien Planung und Design, ökologischer Fussabdruck, Infrastruktur, Wohnungen für Familien, offene Grünanlagen, Technologie und Geschichte.
 
Fünf Teams sind noch im Rennen
Das neue Quartier, das anstelle des Flughafens entstehen wird, soll dabei in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit neue Massstäbe setzen. "Diese Erschliessung wird zu den weltweit Führenden gehört, in den Bereichen ökologisches, ökonomisches und soziales Leben", jubelt Bürgermeister Stephen Mandel.
 
Fünf Planerteams aus Nordamerika und Europa, darunter auch das Büro des berühmten Londoner Architekten Sir Norman Forster, sind bis in die Endausscheidung des Wettbewerbs gelangt. Auf grossen Plakatwänden und mit fünfminütigen Videos, die beide auch im Internet zu bewundern sind, präsentieren sie noch bis Ende Februar ihre Entwürfe.
 
Danach wird der Gewinner bekannt gegeben. Wann der neue Stadtteil fertiggestellt und wie die vermutlich milliardenschwere Übung finanziert wird, steht noch in den Sternen. Doch da das Gelände des Flughafens im Besitz der Stadt selbst ist, wird Edmonton in Zukunft viel Geld durch Landverkäufe oder Pachtgebühren einnehmen. (bk)