Durch den „Chly Rhy“ soll wieder Wasser strömen

Durch den „Chly Rhy“ soll wieder Wasser strömen

Gefäss: 
Die Renaturierung des alten Rheins im Rietheimer Feld, westlich von Zurzach, ist möglich und zwar ohne zusätzliche Hochwasser-Gefahren. Dies geht aus einer Medienmitteilung des Kantons Aargau hervor.
 
Das Herzstück der Planung für den Auenschutzpark im Rietheimer Feld ist die Wiederanbindung des„Chly Rhy" - des ehemaligen Seitenarmes des Rheins. Die Renaturierung der Rietheimer Auen ist Teil des Auenschutzprogramms zu dem der Kanton Aargau verpflichtet ist. Gesetzliche Grundlage sind die Auenverordnung des Bundes, der kantonale Auenverfassungsartikel und ein entsprechender Richtplanbeschluss.
 
Die mittelfristigen Renaturierungsmassnahmen umfassen die Öffnung des südlichen Rhein-Seitenarmes „Chly Rhy“, die Wiederherstellung seines ursprünglich breit ausgebildeten Mündungsdeltas in den Rhein sowie das Anlegen von Stillgewässern. Damit soll für die Bevölkerung ein attraktives Naherholungsgebiet geschaffen werden.

Natürlicher Hochwasserschutz

Der Kanton Aargau legt bei den bevorstehenden Renaturierungsmassnahmen grosses Gewicht auf den Hochwasserschutz in der Region. Darum ging es unter anderem an einer Informationsveranstaltung zum Auenprojekt im Rietheimer Feld, an der die Ergebnisse einer Hochwasserstudie wurden vorgestellt wurden. Sie zeigen, dass die Renaturierung der Auenlandschaft in Rietheim sowie die Wiederherstellung eines Rhein-Seitenarms im Gebiet „Chly Rhy“ machbar sind. Allerdings empfiehlt die Studie, im Einlaufbereich des renaturierten Gewässers zwei bis vier Durchlässe einzubauen. Damit könnte das Wasser aus dem Rhein natürlich reguliert und der Landstrich vor Überschwemmungen bewahrt werden.

Win-win-Situation für Mensch und Natur

Die definitive Ausgestaltung des Projekts ist zurzeit Gegenstand intensiver Gespräche zwischen den Verantwortlichen des BVU, Vertreterinnen und Vertretern aus der Bevölkerung, dem Rietheimer Gemeinderat sowie der Pro Natura Aargau. Obwohl das Projekt überwiegend Zustimmung zu stossen scheine, sei es für den Erfolg entscheidend, dass die Anliegen der verschiedenen Nutzergruppen in einem Meditationsprozess so optimal wie möglich aufeinander abgestimmt würden, wie Regierungsrat Peter C. Beyeler dazu festhält. Die renaturierte Auenlandschaft in Rietheim solle Mensch und Natur gleichermassen zu Gute kommen. Für die Bevölkerung der Umgebung könne hier ein einzigartiges Naherholungsgebiet entstehen, von dem letztlich auch die Gemeinde profitieren werde. (pd/mai)
 
 

47.485038, 7.998047