Düstere Zeiten für die Elbphilharmonie

Düstere Zeiten für die Elbphilharmonie

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Der Streit um die Hamburger Elbphilharmonie findet kein Ende: Der Baukonzern Hochtief hat der städtischen Regierungsgesellschaft ReGe mitgeteilt, dass das Prestigeprojekt nicht vor November 2014 übergeben werden kann. Damit verschiebt sich die Eröffnung um weitere sieben Monate. Bis vor kurzem rechnete man noch mit einer Betriebsaufnahme im April 2014.
 
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Auf unsicherem Kurs unterwegs: die an einen Schiffsbug erinnerende Elbphilharmonie.
 
Der Streit um die Elbphilharmonie schwelt schon seit 2006. Ursache sind happige Kostensteigerungen. Ursprüngliche hatte man einen öffentlichen Kostenanteil von 77 Millionen Euro vereinbart. Dann schloss die ReGe mit Hochtief Verträge ab, die einen „Pauschal-Festpreis“ von 114 Millionen Euro festlegten. Im Verlauf der vergangenen Jahre stieg dieser Betrag auf das knapp Dreifache an, auf 323 Millionen Euro. Doch auch diese Summe ist laut einem Artikel auf spiegel.de schon wieder passé: Man spreche hinter vorgehaltener Hand von einer halben Milliarde Euro.
 
Überdies will die ReGe über 9000 Mängel am Bau entdeckt haben. Unter anderem wird etwa die Statik des Konzertsaals moniert, weswegen die Arbeiten am Dach des Saals vergangenen Herbst eingestellt wurden. In 350 Fällen hatte Hochtief Bedenken geäussert.
 
Somit ist die Situation noch immer verfahren. Sowohl die Architekten Herzog & de Meuron als auch Hochtief und die ReGe kommunizieren nur noch über ihren Anwalt miteinander. Und die Stadt und Hochtief streiten sich vor Gericht, der nächste Termin ist auf den 20. Januar angesetzt. (mai)