Dreidimensionale Visionen

Dreidimensionale Visionen

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Teaserbild-Quelle: DAM, Hagen Stier
Sie sind mehr als Karton, Holz oder Kunststoff gewordene Miniaturausgaben geplanter Gebäude. Architekturmodelle sind auch dreidimensionale Visionen. Darum geht es in der aktuellen Ausstellung des deutschen Architekturmuseums und in unserer Bilderstrecke.
 
 
In der Ausstellung steht für einmal steht nicht das fertige Bauwerk im Vordergrund, sondern das Modell. Die rund 300 Exponate erzählen von der Architektur von 1920 bis heute. Zu einem grossen Teil stammen sie aus der Sammlung des Museums, manche wurden auch von den Architekten selbst zur Verfügung gestellt. So überliessen beispielsweise Herzog & de Meuron 50 Arbeitsmodelle ihrer Prada-Filiale in Tokio dem Museum. Als weiterer Schweizer ist Peter Zumthor mit dem Modell des Kölner Kunstmuseums Kolumba vertreten. Daneben ist auch eher Skurriles zu sehen, wie ein Stück Natur mit Hütte im Einmachglas der Wiener Architektengruppe Haus-Rucker-Oco. Ihre Mitglieder hatten versucht, sich mit dem Verkauf solcher Objekte die Gruppe zu finanzieren. Besonderes Highlight ist allerdings das älteste noch erhaltene Modell von Mies van der Rohes Seagram Building in New York. (mai)
 
Das Architekturmodell - Werkzeug, Fetisch, kleine Utopie
bis 16. September
Adresse: Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, 60596 Frankfurt am Main, www.dam-online.de
Öffnungszeiten: Dienstag sowie Donnerstag bis Samstag 11 bis 18 Uhr,  Sonntag 11–19 Uhr, Mittwoch 11 bis 20 Uhr, Montag geschlossen
Kostenlose Führungen: Jeweils samstags und sonntags um 14 Uhr