Drei von vier Bauherren zufrieden mit Partnern

Drei von vier Bauherren zufrieden mit Partnern

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Im Grossen und Ganzen sind Bauherren mit ihren Projektpartnern zufrieden. Zu diesem Schluss kommt der Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) in seiner Umfrage zum Thema „Bauen und Sanieren“ bei seinen Mitgliedern.
 
An der Online-Befragung beteiligten sich 3274 Wohneigentümer, die während der vergangenen zehn Jahre insgesamt 6480 Projekte mit einem Mindestvolumen von jeweils 20'000 Franken realisiert haben. Laut dem HEV haben seine Mitglieder in den letzten zehn Jahren knapp 1,7 Milliarden in den Kauf, den Bau oder in die Sanierung von Wohnraum investiert. In drei von vier Fällen wurde die Zusammenarbeit mit den externen Partnern als „gut“ bis „sehr gut“ bezeichnet. Rund 25 Prozent der Befragten beurteilten die Zusammenarbeit bei Schlüsselprojekten als „genügend“.
 
Die am häufigsten genannten Gründe für Ärger bei den privaten Bauherren sind eine schlechte Kundenbetreuung, lange Reaktionszeiten oder die schwierige Erreichbarkeit der Partner (15,7%). Oft wurde auch die schleppende oder ausbleibende Beseitigung von gerügten Mängeln (12,5%) genannt, nicht eingehaltene, mündliche Zusagen (12,1%) oder die schlechte Qualität der Leistungen (11,2%). Vergleichsweise weniger häufig wurden finanzielle Argumente wie überhöhte Preise (6,4%), undurchsichtige Kostenabrechnungen (5,1%) oder Budgetüberschreitungen (4,6%) moniert.
 
Die Bewertungen der verschiedenen Projektpartner in einem Bauprojekt unterscheiden sich erheblich. Sie scheinen von der Art des jeweiligen Partners abzuhängen: So erhielten die tiefsten Noten durchwegs jene, die in der Wahrnehmung der Investoren für die Qualität eines Gesamtprojekts stehen. Wer Einzel- oder Spezialleistungen erbringt, erhielt hingegen höhere Bewertungen. Laut dem HEV liessen sich bei den jeweiligen Projektpartnern inme twas mehr als der Hälfte der Problemfälle die Schwierigkeiten auf bilateralem Weg lösen (14,3%). In den anderen Fällen (10,3%) klärten die Bauherren konkrete rechtliche Schritte ab, die wiederum bei gut vier Prozent in einem Rechtsverfahren endeten. (mai/mgt)