Drei Einsprachen gegen zweiten Messeturm in Basel

Drei Einsprachen gegen zweiten Messeturm in Basel

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Teaserbild-Quelle: Messe Basel

Die MCH Messe Schweiz möchte ihr sanierungsbedürftiges Parkhaus am Basler Messeplatz durch ein Hochhaus ersetzen und die Parkplätze unter den Boden verlegen, doch diese Pläne stossen auf Widerstand. Gegen den für das Vorhaben nötigen Bebauungsplan sind drei Einsprachen eingegangen.

Höchstens 110 Meter hoch wird der zweite Turm am Messeplatz in Basel. Diese Maximalhöhe gibt der Bebauungsplan vor. Zum Vergleich: Der bestehende Messeturm mit Hotel, Gastronomie und anderem erreicht eine Höhe von 105 Metern.

Gegen den Bebauungsplan sind aber drei Einsprachen eingereicht worden, wie die Nachrichtenagentur SDA berichtet. Die Einsprachen würden in den Ratschlag der Regierung an den Grossen Rat eingearbeitet, habe es beim Baudepartement Basel-Stadt auf Anfrage geheissen.

50 Prozent Wohnnutzung
Im Rosental-Turm, wie der Bau heissen soll, sind neben Dienstleistungsflächen auch ein Hotel und Wohnungen vorgesehen. Im Erdgeschoss sind zudem 1000 Quadratmeter für quartierbezogene Nutzungen reserviert. Die Bruttogeschossfläche für den Neubau wird im Bebauungsplan auf 48 000 Quadratmeter beschränkt, wovon die Hälfte Wohnnutzungen mitsamt dem Hotel vorbehalten ist.

Gemäss dem heute geltenden Bebauungsplan könnte das bestehende Parkhaus aufgestockt und auf insgesamt 1448 Parkplätze erweitert werden. Vor zwei Jahren gab das Unternehmen jedoch bekannt, dass die Parkplätze unter den Boden verlagert werden und das Parking durch einen Neubau ersetzt werden soll.

Noch offen ist, wie der Rosental-Turm dereinst aussehen wird. Das konkrete Projekt will das Messeunternehmen erst ausarbeiten, wenn der Bebauungsplan rechtskräftig ist.

Unklar ist auch, wer den Neubau entwerfen wird. Die Grundlage für das Vorhaben bildet eine Testplanung mit Vorschlägen der Basler Büros Herzog & de Meuron sowie Morger Dettli. Beide sehen ein unterirdisches Parkhaus vor. Ein Hochhaus, das auf einem oberirdischen Parking ansetzt und vom Architekturbüro Buchner Bründler vorgeschlagen wurde, flog damals aus dem Rennen.

Kosten noch offen
Noch keine neuen Angaben sind bei der MCH Messe Schweiz zum voraussichtlichen Investitionsvolumen erhältlich. Vor zwei Jahren waren die Kosten auf rund 250 Millionen geschätzt worden.

Bereits ist das Vorhaben einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen worden. Mit einem Verkehrsgutachten wurden zudem die Auswirkungen durch den Verkehr überprüft. Als wesentlicher Bestandteil wurde das Verkehrsaufkommen im nun aufgelegten Bebauungsplan auf maximal 580 529 Fahrten pro Jahr beschränkt.

"In der Gesamtbetrachtung" ergab der Umweltverträglichkeitsbericht gemäss den Behörden, dass das Projekt den Vorgaben der Umweltschutzgesetzgebung entspricht. Die Rosentalanlage solle zudem als quartierbezogene Grün- und Freiraumfläche aufgewertet werden. (sda/pd)