Dingo Fence: Mit Drohnen gegen Schäden

Dingo Fence: Mit Drohnen gegen Schäden

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Schutz, CC BY-SA 3.0, Wikimedia

Mit rund 5400 Kilometern ist er mehr als doppelt so lang wie die chinesische Mauer: der  Dingozaun. Er schützt die Schafe auf den Weiden im Südosten Australiens vor Dingos oder vielmehr vor wilden Hunden und  gilt als längstes Bauwerk der Welt. 

Die 180 Zentimeter hohe Absperrung reicht vom Fowlers Bay im Westen bis nach Queensland im Osten der Südspitze Australiens. Sie besteht aus Maschendraht, der auf der Nordseite den Boden auf einer Breite von einem halben Meter bedeckt. Dies soll verhindern, dass Dingos den Zaun unterhöhlen.  

Allerdings ist der Unterhalt der Dingo Fence teuer, weil sie regelmässig geflickt und ständig inspiziert werden muss. Schuld sind Überschwemmungen und Stürme aber auch von Kamelen verursachte Schäden. So  müssen sich Landbesitzer, deren Weiden und Äcker an die Zaun grenzen, jährlich mit 7000 Australischen Dollar an der Wartung beteiligen.  „Wilde Tiere zerstören die Infrastruktur und reissen das Vieh“, erklärt Landwirtschaftsminister  Leon Bignell gegenüber dem Newsportal theleadsouthaustralia.com.au. Zumal laut  Bignell die Zahl der Schädlinge im Süden des Landes zunimmt.

Dafür dass die Dingo Fence Schaf und Co. verlässlicher vor hungrigen Hunden bewahrt, könnten Drohnen sorgen. So sehen es Ramesh Raja Segaran von der Universität von Adelaide und sein Team: Sie wollen mit den unbemannten Flugobjekten den Zaun überwachen. Bereits in drei Monaten soll es so weit sein. Allerdings müssen sie derzeit noch abklären, welcher Typ sich am besten eignet.  

Fest steht aber, dass die Wissenschafter für den Anfang lediglich zwei Drohnen los schicken. „Wir  rüsten sie mit leichten Kameras und Wärmebildgeräten aus“, sagt Segaran. „So werden die Drohnen auch wilde Hunde aufspüren können, die sich in der Nähe der Hecke aufhalten. Und das wiederum dürfte bei der Identifikation von Schwachstellen in der Dingo Fence helfen.“  (mai)