«Die Nähe zum Kunden ist enorm wichtig»

«Die Nähe zum Kunden ist enorm wichtig»

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Für Andreas Hauenstein ist die Baumag eine Premiere: Es ist die erste Baumag, an der er als Messeleiter dabei ist. Im September hatte er die Nachfolge von André Biland angetreten.
 
Die letzten Jahre war André Biland Messeleiter der Baumag. Nun übernehmen Sie diese Aufgabe zum ersten Mal. Wo sehen Sie Ihre persönlichen Herausforderungen?
Andreas Hauenstein: Ich komme ursprünglich aus dem kaufmännischen Bereich (Bank, Wertschriftenberatung), wechselte in die Industrie (Marketing und Verkauf) und habe im September 2009 die Aufgabe von André Biland übernommen. Die Herausforderung für mich ist sicher das neue Produkt «Messe» mit seinen vielen Facetten. Der Umgang mit Menschen und ihren verschiedenen Charakteren ist für mich nicht neu, aber immer wieder spannend. Grundsätzlich ist aber auch im Messebusiness unser Kunde, der Aussteller, das Wichtigste. Mein Ziel ist es, jedem Aussteller so gerecht zu werden, dass er sich auf der von uns zur Verfügung gestellten Plattform im besten Licht präsentieren kann.
 
Warum haben Sie dieses Jahr auf ein eigenes Rahmenprogramm beziehungsweise eine Sonderschau verzichtet?
Die Baumag ist seit 20 Jahren ein interessanter Event. Ich bin der Meinung, das spricht für sich selbst und ist nicht zwingend an eine Sonderschau gebunden. An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass wir an der nächsten Baumag versuchen werden, eine Sonderschau einzuplanen. Entsprechende Gespräche hierzu werden noch geführt. An der kommenden Messe vom 25. bis 28. Februar ist der immer beliebte Minibagger-Wettbewerb wie auch das Schaumauern der Maurerlehrhallen Sursee sicherlich einen Besuch wert.
 
Mit der Eröffnung der neuen Messehalle ist die Baumag um 1500 Quadratmeter gewachsen. War es angesichts der Krise schwierig, diese zusätzliche Fläche vermieten?
 Wir hatten überhaupt keine Schwierigkeiten, die Messefläche vollständig zu vermieten, denn unsere Aussteller identifizieren sich ganz klar mit dem Messestandort Luzern. Im Gegenteil, die baulichen eränderungen auf der Allmend in Luzern – der Abbruch der alten Halle 1 und der Neubau der Halle 2 – werten den Messeplatz Luzern weiter auf. Die neue Halle 2 ist zudem eine der ersten Hallen in Europa, die im Minergie-Standard gebaut worden ist.
 
Ein weiterer Grund, dass wir die ganze Messefläche vermieten konnten, sind sicherlich auch die noch immer gut gefüllten Auftragsbücher der Baubranche. Die Konjunktur zieht wieder leicht an. Man rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte 2010 mit einer leichten Abschwächung (gemäss Schweizerischem Baumeisterverband). Doch auch nach dieser Korrektur befinden wir uns immer noch auf einem relativ hohen Niveau. In solchen Konjunkturphasen sind vor allem die Präsenz am Markt und die Nähe zum Kunden enorm wichtig. Dies ist nochmals ein Grund für unsere gute Auslastung.
 
Haben Sie bereits ein paar Trends innerhalb der Branche ausmachen können? Und wenn ja, welche?
Grundsätzlich sind die Aussteller in Zusammenarbeit mit den Produzenten immer interessiert, das Kosten-Nutzen-Verhältnis ihrer Produkte zu optimieren. Dazu gehören unter anderem die Effizienzsteigerung, die Leistungssteigerung, die einfachere Bedienung sowie die Funktionalität der jeweils präsentierten Baumaschinen, Geräte und des Zubehörs für die Baubranche.
 
Was sind die Highlights in diesem Jahr und worauf können sich die Besucher besonders freuen?
In Luzern bündelt sich die Leistungsfähigkeit unserer Aussteller in einem überschaubaren Rahmen. Die Besucher können sich auf eine interessante, kompakte und informative Messe freuen.
 
Möchten Sie die Leitung auch nächstes Jahr wieder übernehmen?
Ich werde an den kommenden Messen mit Freude die Funktion des Messeleiters ausüben. Interview: Florencia Figueroa