Die Landesgeologie zieht es in den Untergrund

Die Landesgeologie zieht es in den Untergrund

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Teaserbild-Quelle: HTW
Mit dem Projekt „GeoCover“ der Landesgeologie soll bis im Jahr 2012 der gesamte Untergrund der Schweiz dreidimensional erfasst sein. Auf diesen geologischen Vektordatensatz wird etwa bei der Tiefenplanung zurückgegriffen, aber auch um Umwelt- und Naturgefahren frühzeitig zu erkennen.
 
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Vom Projekt "Geocover" soll auch die Errichtung von Schutzbauten profitieren.
 
Bislang sind in der Schweiz geologische Karten nur auf Papier oder digital, als Rasterdaten, erhältlich. Wichtigste Quelle für solche geologischen Informationen ist der „Geologische Atlas der Schweiz 1:25`000“ (GA25). Zurzeit sind rund 60 Prozent der Fläche der Schweiz erfasst. Für die fehlenden 40 Prozent der Fläche werden nun Informationen von Universitäten, unveröffentlichte Kartenoriginale und Spezialkarten hinzugezogen. Und weil es gerade im Gebirge noch weisse Flecken auf den geologischen Karten gibt, wird dort noch von Hand kartiert. Diese Daten sollen nun alle vektorisiert werden. Grund dafür ist laut Medienmitteilung der Swisstopo die verbreitete Nutzung geographischer Informationssysteme und der steigende Anspruchs an 3D-Visualisierungen des Untergrunds.
 
Solche geologischen Karten liefern ein Abbild der obersten Schichten des Untergrundes. Dies erklärte Andreas Möri vom Bundesamt für Landestopografie (Swisstopo) anlässlich einer Medienkonferenz zum Projekt „GeoCover“. Diese Daten seien die Grundlage für seine Bewirtschaftung. Von Bedeutung sind solche Daten beispielsweise für die Planung von Tiefenlagern radioaktiver Abfälle oder für die Dimensionierung von Schutzbauten wie beispielsweise Steinschlagzäune.
 
Die Kosten des Projekt GeoCover betragen rund 4,3 Millionen Franken. Getragen werden sie von Swisstopo, dem Bundesamt für Strassen sowie einigen interessierten Kantonen und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU). Der Grund, weshalb sich das Bafu, am Projekt GeoCover beteiligt, liegt darin, dass mit Hilfe der Daten Naturgefahren besser erkannt und die Prävention entsprechend geplant werden kann. Dies gilt vor für exponierte, besiedelte Gebiete. Des Weiteren abreiten das Institut für Geomatik und Risikoanalyse (Igar) der Universität Lausanne und die Schweizerische Geotechnische Kommission (SGTK)am Projekt mit. (mai/sda)