Die ETH im Zeichen von Tagesschau und Meteo

Die ETH im Zeichen von Tagesschau und Meteo

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Teaserbild-Quelle: zvg
Zumindest ein Werk Hannes Wettsteins dürfte jedem bekannt sein: das Studio der Tagesschau des Schweizer Fernsehens. Der gelernte Hochbauzeichner, der sich autodidaktisch zum Designer und Architekten weitergebildet hatte, ist einer der einflussreichsten Gestalter des Landes. Die ETH widmet ihm  vom 7. Oktober bis 3. November eine Ausstellung.
 
 
Bereits mit seinem allerersten realisierten Entwurf, der Leuchte Snodo für Belux, schuf er einen Designklassiker. Über dreihundert weitere Möbel, Produkte, Innenräume und Set-Designs sollten noch folgen. Zu Wettsteins in der Schweiz wohl bekanntesten Entwürfe zählen die sieben Set-Designs für das Schweizer Fernsehen, die er und sein Team zwischen 2005 und 2007 schufen: Dazu gehört die „Kulisse“ der Tagesschau ebenso wie diejenige von Meteo und Sport. Sowohl in nationalen als auch in internationalen Fachkreisen genoss Wettstein, der in Zürich lebte und arbeitete, ein hohes Ansehen und war an verschiedenen europäischen Hochschulen als Dozent tätig (siehe untenstehenden Kasten). Viele seiner Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet und gelten als Designikonen.
 
Mit der Schau in der ETH wird Wettsteins Lebenswerk erstmals in einer Ausstellung dokumentiert und gewürdigt. Präsentiert werden Produkte aus dem Archiv des Studios Hannes Wettstein sowie Leihgaben von Sammlern und Produzenten. (mai/mgt)
 
 

Vom Hochbauzeichner zum ETH-Dozenten

Hannes Wettstein wurde 1958 in Ascona geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Er absolvierte eine Lehre als Hochbauzeichner in Zürich. 1982 wagte er den Schritt in die Selbständigkeit und wurde gleichzeitig Mitglied beim Büro für Gestaltung in Zürich. In den Jahren 1989 bis 1991 war er Mitinhaber der Designagentur Eclat in Erlenbach. 1991 gründete er das Label zed und den Kreativ-Pools zednetwork. Zwei Jahre später wurde er Partner bei 9D Design in Zürich. Von 1991 bis 1996 amtete er als Dozent an der ETH Zürich; 1994 bis 2001 hatte er eine Professur an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe inne und war daneben Gastdozent an verschiedenen europäischen Hochschulen. Im Jahr 2001 rief er die zed AG in Leben, die 2007 in Hannes Wettstein AG und nach dem Tod des Designers in Studio Hannes Wettstein umbenannt wurde. (mai/mgt)
 
 
 
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 22 Uhr, Samstag 8 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage geschlossen.
Weitere Informationen zur Ausstellung: www.ausstellungen.gta.arch.ethz.ch