Die Bauwirtschaft – kooperativ und zukunftsorientiert

Die Bauwirtschaft – kooperativ und zukunftsorientiert

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Charles Buser, Direktor bauenschweiz, Dachorganisation der Schweizer Bauwirtschaft


Der Markt gehört den Unternehmungen. Die Verbände kämpfen für günstige Rahmenbedingungen. Manchmal wird der Gesetzgeber dringend gebraucht. Oft gilt aber: Weniger wäre mehr. Deshalb darf eine Gesetzgebung auch einmal unterbleiben. Auch ist es nicht immer schlimm, wenn Aufgeregtheiten über Tagesgeschehen keine gesetzliche Folge haben – dies nachdem sich die Wogen geglättet haben und gründlich nachgedacht worden ist. Auch die Wirtschaft soll nicht leichtfertig nach dem Staat rufen, sich nötigenfalls aber konstruktiv in den Gesetzgebungsprozess einbringen. Wenn Sie daher einmal von der Bauwirtschaft nichts hören, ist es nicht immer ein schlechtes Zeichen. Dass die Bauwirtschaft in diesem Sommer nicht lauthals ein massives Konjunkturprogramm für sich einforderte, hatte beispielsweise gute Gründe. Dass sie sich dagegen wehrt, wenn bei den geplanten Sparprogrammen des Bundes einseitig bei den Aufwendungen für die Infrastruktur angesetzt werden soll, hat aber auch gute Gründe: Denn damit kommt man vom Zielpfad der Verstetigung von Investitionen und Unterhalt ab.

Die Bauleute stellen sich der Zukunft. So ist die Bauwirtschaft bereit, die Klimapolitik des Bundes im Gebäudebereich tatkräftig zu unterstützen. Nicht nur aus ökologischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Überlegungen: Energetische Massnahmen im Gebäudebereich stellen eine Marktchance dar und fördern die Innovation. Die ganze Bauwirtschaft, inklusive handwerkliche Berufsleute mit branchenspezifischer Weiterbildung und einschlägiger Praxiserfahrung oder Berufsverbände mit neuen Lehrgängen im Bereich der Gebäude-Energieberatung, stellen sich dieser Herausforderung. Eine Vordenkerin in Sachen Energieffizienz ist übrigens die Plattform Zukunft Bau. Sie vereinigt Vertreterinnen und Vertreter aus den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft, aus dem ETH-Bereich und den Fachhochschulen und arbeitet mit wichtigen Förderstellen für angewandte Forschung und Entwicklung im Baubereich zusammen. Wie der Name besagt, geht es diesem Verein darum, die Zukunft der Baubranche aktiv in Angriff zu nehmen und der Bauwirtschaft aufzuzeigen, wie durch vermehrte Forschung die Innovationskraft erhöht wird.

Ganz am Schluss: Wissen Sie, mit welchen Argumenten unsere Planer um ihren Nachwuchs werben? Hier ein paar Stichworte aus der Frühjahrsversammlung 2008 von bauenschweiz zum Angebot der Branche: Attraktivität der Arbeitsaufgaben, Innovationskraft, Weiterbildungsmöglichkeiten, Führungsstil, Aufstiegschancen, Kollegialität und Work-Life-Balance. Und im Fokus stehen unter anderem Frauenförderung und neue Arbeitsmodelle. Eben: eine moderne Branche!