Die Bautätigkeit zieht wieder an

Die Bautätigkeit zieht wieder an

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Teaserbild-Quelle: Massimo Diana
Baugesuche und Baubewilligungen haben im Februar erneut zugenommen, wenn man den selben Monat im Jahr 2009 zum Vergleich heranzieht. Die Baugesuche verzeichneten ein Plus von sieben Prozent, die Baubewilligungen einen Zuwachs von 1,5 Prozent. Die Submissionen legten im Vorjahresvergleich um 8,3 Prozent zu. Der für das erste Quartal dieses Jahres befürchtete Rückgang von 10 bis 15 Prozent der Bauinvestitionen scheint sich damit auch im zweiten Monat dieses Jahres nicht abzuzeichnen. Gegenüber dem Januar wurden im Februar zwar weniger Baugesuche eingereicht und Baubewilligungen erteilt, doch lässt sich diese Schwankung eher dadurch erklären, dass der Februar drei Tage kürzer war. Die Zahl der Submissionen lag im Februar, trotz kürzerer Dauer, sogar über der des Januars.
 
Nimmt man zur Interpretation nicht nur die Zahlen des «baublatt»-Bauinfo-Centers zu Hilfe, sondern auch die neusten Quartalszahlen des Schweizerischen Baumeisterverbands (SBV), deutet vieles darauf hin, dass es im ersten Quartal keinen einschneidenden Einbruch geben wird: Gesamtschweizerisch hat nämlich die Zahl der Aufträge im letzten Quartal 2009 gegenüber 2008 deutlich zugenommen, und zwar sowohl im weiterhin starken Wohnungsbau, wie auch im öffentlichen Tiefbau. Den SBV-Quartalszahlen kann zudem entnommen werden, dass die Arbeitsvorräte im Wohnungsbau und im öffentlichen Tiefbau zunehmend sind.
 
Die vom «baublatt»-Bauinfo-Center erhobenen Zahlen zeigen, dass die Zunahme der Baugesuche vor allem auf den Wohnungsbau (+7%) und auf den Verkehrsbau (+48%) zurückzuführen ist. Die markante Zunahme im Verkehrsbau ist wohl eine Folge des Stabilisierungsprogramms des Bundesrats. Die Baugesuche für Industrie- und Gewerbebauten sind hingegen rückläufig (-8%). Die Zunahme der Baubewilligungen geht primär auf das Konto von Wohnbauten (+10,6%). Bei Industrie- und Gewerbebauten (-24%) und Verkehrsbauten (-13%) ging hingegen die Zahl der Baubewilligungen zurück. Die Gründe für diese Rückgänge sind einerseits in der momentanen Krise der Exportindustrie zu suchen, anderseits, vor allem was den Verkehrsbau betrifft, in der Verzögerung von Projekten durch Einsprachen oder allenfalls begrenzte Projektführungskapazitäten. (md)
 
Detailliertere Informationen: «baublatt»-Bauinfo-Center, 044 724 77 33 oder www.bauinfocenter.ch