«Die appli-tech muss der Branche dienen»

«Die appli-tech muss der Branche dienen»

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Teaserbild-Quelle: zvg
Wenn am 1. Februar bei der Messe Luzern die Hallen für die 5. appli-tech geöffnet werden, beginnt für die Organisatoren die Erntezeit nach drei Jahren Vorbereitung. Wie die appli-tech entsteht und weshalb es sich lohnt, die Messe zu besuchen, erläutert Messeleiterin Ursula Gerber im Interview.
 
 
Frau Gerber, was ist jeweils die grösste ­Herausforderung bei der Entwicklung der appli-tech?
Die appli-tech muss der Branche dienen. Alle Marktteilnehmer sollen die Messe als ihre Plattform erkennen. Damit dies geschieht, versuchen wir aktuelle Themen, welche das Gewerbe am meisten beschäftigen, im Rahmenprogramm zu erfassen und dabei die Interessen aller Branchenverbände zu koordinieren. Diese Aufgabe ist die spannendste bei der Messeorganisation - und auch die herausforderndste.
 
Wie gelingt Ihnen das jeweils?
Wir arbeiten mit einem Messekomitee zusammen, in welchem unter dem Patronat des SMGV die grossen Branchenverbände vertreten sind. Gemeinsam werden die aktuellen Branchenthemen eruiert, analysiert und dann die wichtigsten zusammengefasst. Anschliessend werden passende Formate – wie beispielsweise Sonderschauen, Forumsprogramm etc. – entwickelt, welche die Themen dem Publikum bestmöglich vermitteln.
 
Warum braucht es die appli-tech?
Sie ist die einzige Messe in der Schweiz die sich ausschliesslich an die Maler-, Gipser- Trockenbau- und Dämmungsbranche richtet. Sie hat es geschafft, die wichtigste Plattform für dieses Gewerbe zu werden. Die Messe bietet Informationsvermittlung für die gesamte Branche. Sie zeigt Produktentwicklungen, Innovationen und Dienstleistungen auf und ermöglicht den Austausch unter Fachpersonen. Die appli-tech wird von den Handwerkern und Planern als Inspirationsquelle genutzt, um Trends zu erkennen und um zu erfahren, wohin der Weg der Branche führt.
 
«Gebäudehüllen und Wohnraumklima» sind der rote Faden im Rahmenprogramm 2012. Wieso wurde dieses Thema gewählt?
Die technischen Ansprüche an die Gebäudehüllen wachsen ständig. Im Zeichen der Nachhaltigkeit werden zunehmend hohe Dämmwerte, Langlebigkeit, umweltgerechte und Ressourcen schonende Produktion, eine unproblematische Entsorgung und Rezyklierbarkeit gefordert. Die neuen, im Zeichen der Nachhaltigkeit an die Gebäudehüllen gestellten Anforderungen gilt es im Innenraum sowie auch bei der Fassadengestaltung zu erfüllen, genauso wie die alten Postulate nach einer verständlichen, interessanten und würdigen Architektur.
 
Die appli-tech hat einen neuen visuellen ­Auftritt. Was wird damit bezweckt?
Wir haben vor einiger Zeit ein Projekt lanciert, bei dem mittels Umfragen eruiert wurde, wie die ­appli-tech im Markt wahrgenommen wird. Dabei durften wir feststellen, dass sich die appli-tech als Marketing- und Kommunikations-Instrument im Markt behauptet und sich für die Aussteller zu einer wichtigen Verkaufs- und Netzwerk-Plattform entwickelt hat. Die Messe wird von den Branchenplayern als Ideengeber und Informationsquelle für die tägliche Arbeit empfunden – was sich mit unseren Zielen deckt. Diese Wahrnehmung wollten wir auch visuell unterstützen und haben uns zusammen mit Vertretern der Branchenverbände für den neuen visuellen Auftritt entschieden. Wir sind der Meinung, dass er die erwähnte Positionierung der appli-tech unterstreicht.
 
Wie lief die Ausstellerakquisition für die ­appli-tech 2012?
Bei der Ausstellerakquisition hat sich einmal mehr gezeigt, dass die appli-tech im Markt gut verankert ist. Die Ausstellungsfläche von 14 500 Quadratmetern ist ausverkauft. 150 Firmen aus den Maler-, Gipser-, Trockenbau- und Dämmungsbranchen nutzen die Messe, um mit ihren Zielgruppen den persönlichen Kontakt zu pflegen und ihre Neuheiten zu präsentieren. Besonders gut kommt bei den Ausstellern auch an, dass die appli-tech durch Massnahmen wie das Architektursymposium auch für Planer und Architekten interessant ist. So wird sichergestellt, dass ein echter Austausch mit ­allen Branchenplayern stattfindet.
 
An der letzten appli-tech war das Architektursymposium ein grosser Erfolg. Worauf dürfen sich die Architekten am kommenden Symposium freuen?
Auf Top-Referenten zu einem wichtigen Thema in der Architektur. Das Symposium steht unter dem Titel «Innovative Fassaden und Gebäudehüllen». Fassaden und Gebäudehüllen zu gestalten bedeutet, die Erscheinung eines Baus zu bestimmten. Spezifische Aufgaben und Situationen spornen immer wieder zu innovativen Lösungen an. Namhafte Referenten aus dem In- und Ausland berichten über ihre Erfahrungen zu diesem zentralen Thema der Architektur. Bisweilen wird ­dabei auf überliefertes Wissen zurückgegriffen, um es neu zu interpretieren, und oft gehen altes Können und neueste Technologien Hand in Hand.
 
Haben Sie Tipps für Aussteller und Besucher, wie die Messe für sie möglichst erfolgreich wird?
Für die Aussteller veranstalten wir im Vorfeld ­jeweils ein Messeseminar, bei dem ein externer Messeprofi den Firmen aufzeigt, wie sie einen Messeauftritt als wichtigste Kommunikations-Plattform im Marketing-Mix am besten nutzen können. Mein persönlicher Tipp für Besucherinnen und Besucher: ­Gehen Sie offen und neugierig auf die Aussteller zu. Sie freuen sich darauf, sich mit Ihnen auszutauschen, Ihnen ihre Produkte und Neuheiten zu zeigen und auf Ihre Fragen einzugehen.