Die Apokalypse im Raketensilo überstehen

Die Apokalypse im Raketensilo überstehen

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Teaserbild-Quelle: Quelle: www.survivalcondo.com

Wohin geht man, wenn die Welt kurz vor dem Zusammenbruch steht? Nach Kansas! Dort nämlich hat Larry Hall vor zwei Jahren in einem Raketensilo Luxuswohnungen gebaut. Sie gingen weg wie warme Weggli. Deshalb baut der Amerikaner nun weitere Silos um.

Entwickler Larry Hall hatte vor einigen Jahren einen Geistesblitz: Er kaufte ein unterirdisches Raketensilo und baute das Relikt aus dem Kalten Krieg kurzerhand in Luxus-Eigentumswohnungen um. Gebaut, um einer atomaren Explosion standzuhalten, besitzt das Silo zirka drei Meter dicke Wände und reicht 53 Meter in die Erde hinein. Der Bunker liegt im Norden von Kansas, USA, und wurde rechtzeitig zum 21. Dezember 2012 fertiggestellt. Zwar hatte Hall selbst nicht an die Apokalypse geglaubt, wie man in einem Interview auf seiner Homepage www.survivalcondo.com nachlesen kann. Trotzdem wollte er vorausplanen, falls eine regionale, nationale oder globale Krise eintritt.

Drei Millionen übrig?

Da war er wohl nicht der einzige. Denn alle Wohnungen in den insgesamt 14 Etagen sind längst verkauft. Pro Geschoss mussten im Weltuntergangsjahr zwei Millionen Dollar hingeblättert werden. Für eine halbe Etage zahlte man «nur» eine Million. Heute muss man aber mindestens drei Millionen zahlen, da der Wert der Etagen zugenommen hat. Das ist zwar teuer, aber dafür gibt’s auch puren Luxus: Whirlpools, grosse HDTV-Panels, die Fenster simulieren, begehbare Kleiderschränke und Deluxe-Geräte sowie eine Wasserversorgung mit Reservetanks für mindestens 75 000 Gallonen. Natürlich dürfen ein Innenpool und Spa-Center nicht fehlen. Selbst ein Fitnessstudio inklusive Bar und Lounge gibt es.

Insgesamt 70 Menschen können in einem Silo leben. Den Interessenten wird versichert, dass sie mit den Reserven mindestens fünf Jahre im Bunker überleben können.

Zwei neue Silos gekauft

Nach dem Verkaufserfolg beim ersten Silo handelte Larry Hall schnell: Er kaufte zwei neue Silos und will diese nun ebenfalls umbauen. Hat man also drei Millionen zur Hand und der Weltuntergang kommt doch noch, dann weiss man, was man zu tun hat. (pb/mt)