Destillationskugeln auf dem Ozean

Destillationskugeln auf dem Ozean

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(Bild: zvg)
W­ie kann es sein, dass Menschen, die am Meer leben, zu wenig zu essen und zu ­trinken haben? Ganz einfach: Die Ozeane sind leer gefischt, und das Salzwasser kann man ­weder trinken noch für die Landwirtschaft gebrauchen. Trotzdem muss es Möglichkeiten ­geben, die unermesslichen Wasserressourcen der Meere zu nutzen.

Nicolas Souchko und sein Team haben getüftelt, bis sie auf des Rätsels Lösung gekommen sind: Sie haben riesige, schwimmende Treibhauskugeln entworfen, in denen das Meerwasser durch Dampf gereinigt und entsalzt wird.

Die Riesenkugeln sind gleichzeitig auch Gewächshäuser mit optimalen Bedingungen für ­Agrikulturen. Das destillierte Wasser ist nicht nur Trinkwaser, sondern dient auch dem Anbau von Gemüse und Früchten.
Jede Kugel hat eine Materialoberfläche von 3600 Quadratmetern. Die Rückgewinnung erlaubt die Bewässerung von 5000 Quadrat­metern Ackerland. Das bedeutet Nahrung für mehrere hundert Menschen. Die Anzahl der schwimmenden Destillationsanlagen hängt von der jeweiligen Bevölkerungsanzahl ab. Mit diesen schwimmenden Salzwasser-Pavillons haben es Nicolas Souchko Architekten in die Endrunde des von der Fondation Jacques Rougerie initiierten Wettbewerbes «Innovation and architecture for the sea» geschafft. Der internationale Architekturwettbewerb der Stiftung für 2014 ist eröffnet, bis 27. Mai kann man sich anmelden.(cet)