Der Zersiedelung Einhalt gebieten

Der Zersiedelung Einhalt gebieten

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Die Reduktion von Bauzonen, der Stopp der Zersiedelung und die Begrenzung des Zweitwohnungsbaus - das sind nur einige der Themen, um die es im Positionspapier des Heimatschutzes zur Raumplanung geht.
 
„Die Raumplanung in der Schweiz steht vor zentralen Herausforderungen“, heisst es in der Einleitung des Positionspapiers. Seit Jahrzehnten schreitet die Zersiedlung der Schweiz voran. Gleichzeitig werde auch ausserhalb der Bauzonen trotz aller gesetzlichen Regelungen so viel gebaut wie nie zuvor, schreibt der Heimatschutz. Die Planung entlang von Landes-, Kantons- und Gemeindegrenzen entspreche nicht mehr der tatsächlichen Siedlungsentwicklung. Der Verfassungsauftrag, mit der knappen Ressource Boden haushälterisch umzugehen, werde angesichts der rasanten Bauentwicklung der 60er und 70er Jahre nicht erfüllt. Weil von einem weiteren Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum ausgegangen werden muss, ist laut dem Schweizer Heimatschutz eine Neuregelung der Raumplanungsgesetzgebung dringend voranzutreiben.
 
Vor diesem Hintergrund lancierte der Schweizer Heimatschutz zusammen mit anderen Umweltverbänden im Sommer 2007 die Landschaftsinitiative. Sie verlangt mehr Bundeskompetenzen in der Raumplanung und einen 20-jährigen Stopp für die Erweiterung von Bauzonen, damit vorerst die grossen Reserven in den bestehenden Bauzonen genutzt werden. Im September 2010 entschied der Ständerat über eine Teilrevision des bestehenden Raumplanungsgesetzes als Gegenvorschlag zur Landschaftsinitiative. Im Frühling 2011 befindet der Nationalrat darüber.
 
In seinem Positionspapier legt der Schweizer Heimatschutz seine Haltung und seine Erwartungen an die künftige Raumplanungsgesetzgebung dar. Dabei legt er das Hauptaugenmerk auf zehn Punkte: Dabei geht es unter anderem um die Einführung eines Beschwerderechtes für Umweltverbände in raumplanerischen Angelegenheiten, den Zweiwohnungsbau zu begrenzen, Bauzonen zu reduzieren und die Zersiedelung zu aufzuhalten. (mai/mgt)
 
Das Positionpapier zum Download gibt es unter: www.heimatschutz.ch