Der Wind in den Dünen

Der Wind in den Dünen

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Teaserbild-Quelle: zvg

Zaha Hadids häufig an Science-Fiction-Kulissen erinnernde Bauten stehen oftmals in starkem Kontrast zur Umgebung. Das gilt nicht für eines ihrer aktuellsten Projekte: Für den neuen Hauptsitz des Recycling- und Entsorgungsunternehmens Bee‘ah in Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat sie ein Gebäude entworfen, das mit den Dünen der Wüste zu verschmelzen scheint.

Die Architektin sieht ihren sanft geschwungenen Gebäudekomplex als sich überschneidende Dünen, die sich nach dem Schamal richten, einem jeweils vom Nordwesten über den Irak und den Persischen Golf ziehenden Sommerwind, der tagsüber auch mittlere bis schwere Sandstürme zur Folge haben kann. Zudem hat sie die Anlage so angelegt, dass einerseits Tageslicht ins Innere dringen kann, anderseits auch diejenigen, die dort arbeiten, vor dem gleissenden Sonnenlicht geschützt sind. So werden in den beiden „Hauptdünen“ des rund 7000 Quadratmeter Fläche umfassenden Komplexes Verwaltungs- und öffentliche Bereiche samt einem Auditorium untergebracht. Die beiden „Dünen“ sind über einen von einer Oase inspirierten Innenhof miteinander verbunden.

Zudem sollen der Energieverbrauch mit unterschiedlichsten  Massnahmen, etwa mittels ausgeklügelter Belüftungstechniken, minimiert werden. Auch die Graue Energie ist ein Thema, denn Hadid setzt bei ihrer künstlichen Dünenlandschaft auf lokale Baumaterialien. (mai)