Der Traum vom Berner Untergrund

Der Traum vom Berner Untergrund

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Paris hat eine, London und New York ebenso: eine U-Bahn. Geht es nach dem Willen des Wirtschaftsverbandes Entente Bernoise (EB) soll auch Bern eine Metro erhalten. Damit soll das Verkehrschaos in der Innenstadt eingedämmt und gleichzeitig eine Flaniermeile geschaffen werden.
 
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In Paris längst Realität: die Metro.
 
Neu ist die Vision der EB nicht. Erstmals schlug der Verband ein solches Projekt Mitte der 90er-Jahre vor. Die Begeisterung über dieses Ansinnen war eher verhalten, zu teuer erschien die Umsetzung solcher Pläne. Doch die EB gibt nicht auf und hat zwei Studien erarbeitet. Dieser Tage trat sie damit vor die Medien. Gemäss der letzten Studie wandelt sich die Achse Spitalgasse-Marktgase zur Hochleistungsstrasse: Die Strecke wird pro Stunde 104 Mal von Trams frequentiert. Kämen die Schienen unterirdisch zu liegen, wäre laut dem Wirtschaftsverband das Problem gelöst. „Die Stadt gewinnt eine neue Dimension, weil unterirdische Verkaufs- und Flanierflächen von 13'000 Quadratmetern gebaut werden können“, erklärte Studienautor Willi Fischer in der aktuellen Ausgabe der Berner-Zeitung. Unter dem Bubenbergplatz entstehe unterirdischer ÖV-Knoten von BernMobil, RBS, SBB und der Post, der für die Schweiz beispielhaft sei.
 
Für den Tunnel samt dazugehöriger Ladenmeile wird mit Kosten von rund 1,5 Milliarden Franken gerechnet. Finanziert werden soll das ambitionierte Bauvorhaben mittels Public Private Partnership. Läuft alles nach Wunsch der EB könnte die Berner Metro frühestens 2025 ihren betrieb aufnehmen. Zurzeit begutachte die Stadt das Projekt im Rahmen der Zweckmässigkeitsprüfung, wird Willi Fischer in der Berner Zeitung zitiert.
 
Derweil gibt man sich bei der Stadt bedeckt: Es stimme nicht, dass die Vision der Entente geprüft werde, erklärte der Leiter der städtischen Verkehrsplanung Hugo Staub auf Anfrage der Zeitung „Der Bund“. Bei dem Vorschlag gehe es nicht um eine reine Verkehrslösung. Die EB plane eine unterirdische Stadterweiterung. (mai)
 
 
Den Artikel der „Berner Zeitung“ finden Sie hier www.bernerzeitung.ch
Und denjenigen des „Bundes“ hier www.derbund.ch