Der «Starchitekt» und die Sternwarte Uecht

Der «Starchitekt» und die Sternwarte Uecht

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Die Sternwarte soll in der Nähe des alten Observatoriums zu stehen kommen. (Visualisierung zvg) 1/4

Auf der Uecht oberhalb der Gemeinde Niedermuhlern BE trohnt ein kleines besonderes Bauwerk: die Sternwarte Uecht.  Errichtet hatte sie Farbrikant und Konstrukteur Willy Schaerer (1903 bis 1982) in den 50er-Jahren, der sich damit einen alten Traum erfüllte.

Er war Zeit seines Lebens von den Sternen fasziniert. Seine Begeisterung war mehr als Liebhaberei: Er hat in Zusammenarbeit mit dem Astronomischen Institut Bern verschiedene Fernrohre entwickelt und ist dafür mit der Ehrendoktorwürde geehrt worden. Kurz vor seinem Tod überführte Schaerer die Sternwarte in eine Stiftung und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich. Seither ist die Beobachtungsstation ein beliebtes Ausflugsziel, tagsüber als Aussichtspunkt und nachts als Observatorium.

Allerdings wurde es im Laufe der Zeit für seine zahlreichen Besucher zu klein. Darum will der Stiftungsrat einen Neubau errichten. Die Architektur stammt aus der Feder vom Tessiner „Starchitekten“ Mario Botta: Er schlägt vor, die neue Sternwarte in der Nähe der bestehenden in den Boden zu verlegen. Von ihr wird man lediglich den sieben Meter hohen Turm sehen. In der nicht mehr genutzten und heute denkmalgeschützten Beobachtungsstation soll ein Museum Platz finden. Es wird mit Kosten von sieben Millionen Franken gerechnet. Wie die Stiftung in diesen Tagen informierte, fehlen noch 4,5 Millionen. Dafür, dass das nötige Geld zusammenkommt, dürften die Sterne gut stehen: Das Interesse am Projekt ist gross. Auch seitens des Astronomischen Instituts der Universität Bern. Thomas Schildknecht, Vizepräsident der Stiftung anlässlich einer Medienkonferenz zum Projekt erklärte, würde das neue Observatorium die Ausbildung grösserer Gruppen Studenten „am Objekt“ erlauben. (mai)

Website der Stiftung: www.uecht.ch