Der Koloss von Lyss und Suberg

Der Koloss von Lyss und Suberg

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: SBB

Zwischen Suberg und Lyss ist ein Riese unterwegs: Der 1122 Tonnen schwere und 308 Meter lange Bauzug „PM 1000 URM“ erneuert dort zurzeit Schotter und Unterbau des nordöstlichen Gleises. Der Bauzug ist aber nur einer von drei Kolossen, die für die SBB auf der Strecke im Berner Seeland arbeiten.

Quelle: 
SBB
Tatzelwurm, Koloss oder fahrende Fabrik? - Der Bauzug PM 1000 URM.


In einer ersten Etappe baute die SBB eine neue Gleisentwässerung. Und seit letzter Woche wird nun das 2,4 Kilometer lange Gleis erneuert. Ein erster Gleisbauzug hat bereits die 4000 je 280 Kilogramm schweren Betonschwellen ausgewechselt. Jetzt ist mit dem «PM 1000 URM» der zweite Koloss unterwegs. Er erneuert  nun noch bis Freitag den Schotter und den Unterbau. Dazu hebt er unter den bestehenden Schienen und Schwellen rund 7400 Tonnen Schotter aus und bereitet diesen neu auf. Gleichzeitig führt er  rund 7300 Tonnen neuen Kiessand zu, trägt den aufbereiteten Schotter wieder auf, verdichtet ihn mittels vibrierender Stopfhämmer und –pickel und richtet so die Lage des Gleises aus.

Ab kommender Woche ersetzt dann ein dritter Bauzug die 108 Meter langen Schienenstücke, total rund 4,8 Kilometer. Gleichzeitig nimmt die SBB weitere Schotterstopfungen vor, um die Gleise in die richtige Lage zu bringen und schleift die neuen Gleise. Parallel dazu saniert sie das sogenannte Bankett, den begehbaren Seitenstreifen, der neben dem Gleis Kontrollgängen und Unterhaltsarbeiten dient.  Sind die letzten Arbeiten abgeschlossen, geht das erneuerte Gleis am Freitagabend, 29. August 2014, wieder in Betrieb.

Die Gesamtkosten der Gleiserneuerung belaufen sich laut SBB auf 5,5 Millionen Franken. Unterhalt und Erneuerungen des bestehenden Netzes finanzieren die SBB und der Bund gemeinsam. Der Bund trägt seinen Anteil über die mehrjährige Leistungsvereinbarung. Der andere Teil kommt von den Trassenerträgen, das heisst vom Entgelt des Fern-, Güter- und Regionalverkehrs für die Benützung der Infrastruktur. (mai/mgt)