Der Duft der grossen weiten Autowelt

Der Duft der grossen weiten Autowelt

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Teaserbild-Quelle: zvg
Ein Autohaus der Superlative entsteht zurzeit in Istanbul: Autopia soll das grösste der Welt werden. Ähnlich dem legendären Fiatwerk bei Turin wird auf seinem Dach eine Teststrecke gebaut.
 
 
Der Genfer Autosalon ist im Vergleich unspektakulär und das legendäre Fiatstammwerk in Lingotto bei Turin eher klein. Das Autopia in Istanbul, an dem zurzeit gebaut wird, soll dereinst das grösste Autohaus der Welt werden. Auf einer Fläche von 214'000 sollen auf fünf Stockwerken unter anderem 200 Showrooms, 74 Läden, 56 Restaurants und Cafés, 42 Versicherungen, 48 Service-Stationen für Autos sowie ein Kinokomplex Platz finden. Besonderer Höhepunkt des PS-Tempels: Das Gebäude ist so angelegt, dass man das Auto seiner Wahl gleich ausprobieren kann. Von jedem der fünf Geschosse lässt sich mit den Autos aufs Dach hinauf fahren, wo die Architekten des Büros GAD ganz nach dem Vorbild des Turiner Fiatwerks eine Teststrecke vorgesehen haben. Allerdings will man im Autoparadies nicht nur Autos, sondern auch andere Fahrzeuge anbieten, und zwar vom Mofa bis zur Luxusyacht. „In dieser Autowelt kann man einen ganzen Tag verbringen, ohne dass einem langweilig wird“ schwärmt Mustafa Kele von der Projektgesellschaft auf Spiegel-Online.
 
Noch gigantischer wirken die Dimensionen des 150 Millionen Dollar schweren Projekts, wenn man bedenkt, dass in der Türkei letztes Jahr gerade mal rund 585'732 Fahrzeuge zugelassen wurden. Das sind laut Spiegel ein Sechstel aller Fahrzeuge, die im selben Zeitraum in Deutschland abgesetzt worden sind. Zum Vergleich: In der Schweiz wurden laut dem Bundesamt für Statistik letztes Jahr 365'087 Fahrzeuge zugelassen. Damit der Autopalast am Bosporus zu laufen kommt, müssten pro Jahr sechs Millionen oder pro Tag 16’000 Besucher in die PS-Hallen pilgern und dort einkaufen.
 
Doch Kele ist zuversichtlich, dass alles klappt. Verträge mit sechs grossen Händlern seien bereits unterschriftsreif und das erste Viertel des Projekts sei bereits verkauft, führt er auf „Spiegel Online“ aus. Läuft alles reibungslos, öffnet Autopia am 31. Dezember 2011 seine Pforten. (mai)
 
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