Der Central Park, eine „Terra incognita“

Der Central Park, eine „Terra incognita“

Gefäss: 

Zwar flanieren und faulenzen jährlich Millionen von Erholungssuchenden im Central Park. Trotzdem ist New Yorks grüne Lunge weit gehend unerforscht – zumindest, was den Boden anbelangt. Er ist gewissermassen eine unbekannte Welt.

Das Terrain des Central Parks sei in Bezug auf seine Artenzusammensetzung und Ökologie eine echte «Terra inocognita», sagt Kelly Ramirez von der Colorada State University, die mit ihrem Team den Boden des Grünraums mittels DNA-Untersuchungen im Rahmen eine Studie unter die Lupe genommen hat. Der Parkuntergrund beherberge eine sehr hohe Artenvielfalt, berichten die Wissenschaftler. Die Mehrheit der von ihnen gefundenen Organismentypen seien zudem bisher unbeschrieben. So fanden sich in den über 122‘000 verschiedenen, festgestellten Bakterien, den rund 43‘400 Eukaryotenarten – Lebewesen deren Zellen einen Zellkern aufweisen – sowie den mehr als 1600 Archaeen – eine Art Einzeller – lediglich zwischen 8,5 und 16,2 Prozent in Artenverzeichnissen.

 Die Erkenntnis, dass im Grund des Central Park viele unbekannte Lebewesen zu Hause sind,  stützt laut Ramirez vorherige Annahmen, dass der Löwenanteil der Artenvielfalt im Boden noch unerforscht ist.        (mai)