Der Blitz des Krieges

Der Blitz des Krieges

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Holzer Kobler Architekturen / janbitter.de
Architekt Daniel Libeskind verpasste dem neuen Dresdner militärhistorischen Museum eine spektakuläre Erweiterung. Die Ausstellung wurde zusammen mit einem Zürcher Büro konzipiert.
 
Letzte Woche eröffnete in der Albertstadt das neue militärhistorische Museum, das ursprünglich als Waffen- und Munitionsdepot diente. Im 1874/75 errichteten Gebäude tragen 125 Sandsteinpfeiler ein Kreuzgewölbe im Erdgeschoss, während die Tragkonstruktion im darüberliegenden Stockwerk aus Stahlträgern und gusseisernen Stützen besteht. Die dreiflüglige 120 Meter breite Hauptfassade umfasst 23 Achsen, zwei Seiten- und ein Mittelrisalit gliedern sie. Schon 1897 wurden Teile des Baus umgestaltet, ab 1916 diente das „Arsenal“ erstmals als Armeemuseum, 1972 wurde es zum Armeemuseum der DDR.

Unterstützung aus der Schweiz

Nach der Jahrtausendwende erhielt Daniel Libeskind den Auftrag, das Gebäude als neues militärhistorisches Museum zu konzipieren. Der Architekt ist bekannt für seine radikalen Entwürfe und verpasste auch dem Arsenal seine eindrückliche Visitenkarte. Ein keilförmiger Erweiterungsbau wurde dem bestehenden Ensemble implantiert. Während der Neubau in der Seiten- und Rückansicht eher unspektakulär in Erscheinung tritt, durchstösst ein grauer Keil die Hauptfassade. Die schrägen Wände und geneigten Böden der Erweiterung veranlassten die Ausstellungsmacher die Exponate in zwei Abteilungen zu gliedern. Im Altbau werden Kriegshandwerk und Kriegsgeschehen thematisiert, während im Keil ein Themenparcours epochenübergreifende Fragen behandelt. Die riesige Ausstellung – 10 000 Exponate auf 13 000 Quadratmeter Fläche – wurde vom bekannten Büro HG Merz und den Zürchern Barbara Holzer und Tristan Kobler gestaltet. (tst)
 
weitere Infos zum neuen Museum: