Der alte Albulatunnel, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst

Der alte Albulatunnel, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst

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Mit der Tunnelbohrmaschine des Typs Brandt 2 wurde der historische Albulatunnel gebaut. (zvg) 1/5

Der historische Albulatunnel besticht durch eindrückliche Zahlen: In nur fünf Jahren Bauzeit wurde von 1898 bis 1903 die 5864 Meter lange Röhre durch den Berg getrieben. 1316 Mann arbeiteten am und im Tunnel, unzählige erlitten dabei Verletzungen, 21 verloren gar ihr Leben (16 alleine beim Durchörtern der Rauwacke-Zone).

Der Albulatunnel mit durchschnittlich 1 800 m ü. M. war seinerzeit der höchste Alpendurchstich einer Vollbahn- Nach fünfjähriger Bauzeit wurde am 1. Juli 1903 die Eröffnung des 7,3 Millionen Franken teuren Projektes gefeiert. Die Abweichung von wenigen Zentimetern beweist die erstklassige Arbeit der damaligen Ingenieure.

Knackpunkt der Bauarbeiten war auch damals die Durchörterung der 100 Meter mächtigen Rauwacke-Gesteinsformation. In der Denkschrift «Albulabahn» von 1908 steht dazu geschrieben: «Anfangs zwar hatte der Zellendolomit den Charakter eines leichten Tuffsteines, der sich ohne Maschinenarbeit leicht gewinnen liess, als der Stollen aber am 29. Juli bei [Tunnelmeter] 1 192 anlangte, brach plötzlich eine gewaltige Wassermenge in den Tunnel ein, welche so grosse Massen feinsten Dolomitsandes mit sich brachte, dass das Geleise und die ganze Stollensohle auf 500 Metern Länge damit bedeckt wurde.» Der Tunnelvortrieb kam in der Folge durch die Einstellung der Maschinenbohrungen praktisch zum Stillstand und führte schliesslich zur Aufgabe der beauftragten Bauunternehmung. Die Überwindung der Störzone unter Leitung der RhB dauerte rund ein Jahr. Am 29. Mai 1902 erfolgte nämlich der Durschlag der beiden Richtstollen. (mgt/bre)

In der Ausgabe 36 berichtete das Baublatt über die Baustelle des neuen Albulatunnels.

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