Denkarbeit gegen Stolperfallen

Denkarbeit gegen Stolperfallen

Gefäss: 
Sturzunfälle hätten oft vermieden werden können. In einem Internetspiel zeigt die Suva auf, wie Stolperfallen entschärft werden können.
 
Schlagzeilen machen sie keine, zudem sind sie wenig spektakulär: die rund 295 0000 Stolper- und Sturzunfälle, die jedes Jahr in der Schweiz passieren. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva macht auf unkonventionelle Weise auf Stolperunfälle aufmerksam. Als neuestes Element der Präventionskampagne «stolpern.ch» sensibilisiert sie mit dem interaktiven Online-Game «Buddy Guard» auf Facebook eine breite Bevölkerung.
 
Im «Buddy Guard Game» versucht der Spieler, seine Freunde möglichst heil durch eine Gefahrenzone voller Stolperfallen zu lotsen. Er muss Stolperfallen aufspüren, erkennen und mit dem passenden Werkzeug eliminieren oder beschildern. Je schneller, desto besser, denn die Freunde laufen Gefahr zu stolpern. Wer Mitglied von Facebook ist, kann mit seinen realen Freunden spielen. Das Spiel und Informationen zum Thema sind zu finden unter: www.stolpern.ch

Kosten von einer Milliarde

Gehen sei ein automatisierter Bewegungsablauf, könnte man meinen. Die 295000 Sturzunfälle pro Jahr zeigen aber eine andere Realität. Gemäss Suva gehen davon 155000 aufs Konto von Arbeitnehmenden, die obligatorisch unfallversichert sind. Davon ereignen sich 55000 am Arbeitsplatz und 100000 in der Freizeit. Die so verursachten Kosten betragen beinahe eine Milliarde Franken. Weitere 140000 Unfälle werden von Personen versichert, die nicht obligatorisch unfallversichert sind. Dazu gehören Hausfrauen, Rentner, Studierende und Kinder. Vielfach waren die Stürze nicht einfach Schicksal, sondern eine Folge von technischen Mängeln oder von unachtsamem Verhalten. (ur)