Den Strom gibts gratis dazu

Den Strom gibts gratis dazu

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Teaserbild-Quelle: zvg
Auf der Baustelle des neuen Verwaltungsgebäudes der Krankenvericherung CSS liefern Solarzellen den Strom für die Baucontainer.
 
 
In Lausanne-Vennes entsteht zurzeit ein neues Verwaltungsgebäude für die Krankenversicherung CSS. Es wird nach dem Endausbau 2012 verschiedene bisherige Standorte im Kanton Waadt zusammenfassen und rund 450 Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz bieten. Das Projekt ging aus einem Architekturwettbewerb im Jahr 2009 hervor, den das Lausanner Büro Brauen + Wälchli für sich entschied. Implenia wurde als Generalunternehmerin mit der Realisierung beauftragt. Das Gebäude setzt sich sternförmig aus vier Büroflügeln mit einem gemeinsamen Eingangsbereich in der Mitte zusammen. Das Erdgeschoss beherbergt Seminar- und weitere Gemeinschaftsräume. 


Bedeutende Reduktion der CO2-Emission

Für ein Pilotprojekt hat Implenia auf den Dächern der vier Büro-Baustellencontainern Solarpanels angebracht. Zusammen ergibt sich eine Fläche von 48 m2 (pro Container 6 mal 2 Meter). Die Installation ist in der Lage, pro Jahr gesamthaft über 6140 Kilowattstunden (kWh) zu produzieren. Der erzeugte Strom dient in erster Linie der Baustellenversorgung. Der nicht benötigte Teil wird ins lokale Netz eingespiesen. Damit lassen sich die CO2-Emissionen der Baustelle um fünf Tonnen pro Jahr reduzieren. Die Solarpanels weisen eine Lebensdauer von rund 25 Jahren auf und können nach Abschluss des Projekts zusammen mit den Containern zur nächsten Baustelle verschoben werden. Während ihrer gesamten Betriebszeit produzieren die vier Container gesamthaft rund 150000 kWh. Damit liessen sich rund 30 durchschnittliche Privathaushalte während eines Jahres mit elektrischem Strom versorgen. Aufgrund der erwarteten Lebensdauer ergeben sich Kosten von 24 Rappen pro kWh, was nahe beim aktuellen Marktpreis und deutlich tiefer als bisher üblich liegt. Sollte die Lebensdauer darüber hinausgehen, werden sich die Kosten pro kWh weiter reduzieren. Je nach Erfahrung mit diesem Pilotprojekt ist vorgesehen, in Zukunft weitere Baustellencontainer mit Solarzellen auszurüsten. (tst/mgt)