Den Ort neu erfinden

Den Ort neu erfinden

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Nicola Roman Walbeck
Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"Normale Tabelle"; mso-tstyle-rowband-size:0; mso-tstyle-colband-size:0; mso-style-noshow:yes; mso-style-parent:""; mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; mso-para-margin:0cm; mso-para-margin-bottom:.0001pt; mso-pagination:widow-orphan; font-size:10.0pt; font-family:"Times New Roman"; mso-ansi-language:#0400; mso-fareast-language:#0400; mso-bidi-language:#0400;}

Die Bauten des Tessiner Architektenduos Franceso Buzzi und Britta Buzzi-Huppert wirken auf den ersten Blick sperrig und unangepasst. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich aber Qualitäten, die die Gebäude unverrückbar mit ihren Standorten verbinden. An der ETH Zürich ist den beiden Tessiner Protagonisten eine umfangreiche Ausstellung gewidmet.

 

Normal 0 21 false false false MicrosoftInternetExplorer4 Vor rund 35 Jahren sorgte eine Ausstellung über Tessiner Architektur für Furore. Unter dem Titel „Tendenzen. Neuere Architektur im Tessin“ zeigten die Veranstalter das Werk mehrerer junger Baumeister aus der Südschweiz. Zu den damals noch Unbekannten zählen heutige Grössen der Szene wie Mario Botta, Luigi Snozzi und Aurelio Galfetti. Ab diesem Zeitpunkt stand die Bauproduktion aus dem Tessin oft im Mittelpunkt des eidgenössischen und des internationalen Baugeschehens. In der Folge gelangten verschiedene Protagonisten dieser Zeit als Lehrer an die Hochschulen und so ist es nicht verwunderlich, dass immer wieder junge Büros aus dem Tessin mit Ausstellungen an der ETH Zürich auf sich aufmerksam machen.

 Neustes Beispiel ist die Schau auf dem Hönggerberg über das Schaffen des Architektenpaars Francesco Buzzi und Britta Buzzi-Huppert. Sie betreiben seit rund 15 Jahren ihr eigenes Büro in Locarno. Ihre Bauten fallen durch Formen und Konstruktionen auf, die mit der allgemein bekannten Tourismusarchitektur nichts am Hut haben. Sichtbeton in vielen Varianten, grosse Glasflächen und ein behutsamer Umgang mit der vorgefundenen Situation zeichnen das Werk von buzzi e buzzi aus. Jedes Objekt ist eine Antwort auf einen spezifischen Ort und dessen Charakter. Nicht ein vorgefasstes Ergebnis, eine bekannte Form bestimmen den Entwurf, sondern eine Idee, die vom Ort abgeleitet und neu interpretiert wird. So entstehen vielfältige Objekte, die durch den gleichen konzeptionellen Ansatz zusammengehalten werden.

Die Ausstellung im Architekturfoyer zeigt acht ausgewählte Projekte – vier Privathäuser und vier öffentliche Bauten –, die zwischen 1995 und 2010 entworfen wurden. Die Präsentation hat den Charakter einer Installation. Die acht Projekte werden auf zwei weissen, frei positionierten Tischen von 4 x 4 Meter vorgestellt. Formal geordnet erhält jedes Projekt die identische Fläche von 2 x 2 Meter. Durch eine weisse Blende an der Fensterfront, wird der Raum gefasst. Panorama-Bilder veranschaulichen den räumlichen Kontext, während ikonische Abbildungen das Konzept des jeweiligen Projekts dokumentieren. (tst/mgt)

Die Ausstellung an der ETH dauert bis zum 3. Februar, Infos unter www.ausstellungen.gta.arch.ethz.ch