Das Zürich von 1900 in 3D

Das Zürich von 1900 in 3D

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Teaserbild-Quelle: pd
Neu sind 3D-Darstellungen nicht: Wie aus zweidimensionalen Fotos plastische Bilder werden, hatte der schottische Physiker David Brewster bereits vor über 150 Jahren herausgefunden. Die Technik nutzte der Zürcher Fotograf Johannes Meiner um 1900. Einige zeigt das Baugeschichtliche Archiv Zürich in einer Ausstellung.
 
 
Längst sind animierte Filme m Kino Standard. Dass sich auch Fotografie räumlich entfalten kann, ist hingegen weniger bekannt: Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigten sich Wissenschaftler mit den Prinzipien des räumlichen Sehens in der damals noch jungen Fotografie. Physiker David Brewster präsentierte um 1849 eine Kamera mit zwei Objektiven, die gleichzeitig zwei Bilder vom selben Sujet macht. Betrachtet man die nebeneinander montierten Halbbilder durch das sogenannte Stereoskop, verschmelzen sie zu einem dreidimensionalen Bild.
 
Auch der Johannes Meiner (1867–1941) widmete sich der Stereofotografie. Um 1900 machte er seine ersten Stereobilder: öffentliche Gebäude und Plätze in Zürich, Interieurs aus dem Grandhotel Dolder, touristische Sujets aus dem Rest der Schweiz und Serien verschiedener Anlässe – vom Sechseläuten bis zum Schützenfest. Meiner verkaufte die Fotos und das zugehörige Stereoskop in seinem Zürcher Atelier.
 
Im Zürcher Haus zum Rech zeigt das Baugeschichtliche Archiv eine Auswahl der Fotografien Meiners. Die Aufnahmen nehmen mit auf eine Zeitreise durch die Stadt Zürich und andere Orte um 1900 – mit witzigen Details. – Für die Ausstellung wurden die Stereobilder wurden für die Ausstellung so bearbeitet, dass sie mit 3-D-Brillen als Raumbilder mit Tiefenwirkung betrachtet werden können. (mai/mgt)
 

Dreidimensionales Zürich. Stereobilder von Johannes Meiner um 1900
bis 31. Januar 2014

Adresse: Haus zum Rech, Neumarkt 4, 8001 Zürich
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr, Samstag 10 bis16 Uhr

www.stadt-zuerich.ch/baugeschichtliches_archiv