Das „Timepiece“ braucht viel Zeit

Das „Timepiece“ braucht viel Zeit

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Niemand will es: „The World's Largest Timepiece“, die unbeliebte, ehemalige Zürcher Weihnachtsbeleuchtung, hat zwei Jahre nach dem letzten Einsatz immer noch keinen Käufer gefunden. Denn auch die Online-Auktion floppte.
 
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Die Installation "The World's Largest Timepiece" stiess auf wenig Begeisterung.
 
Während mehrerer Wochen waren die 275 Leuchtstäbe bei einem Industrie-Auktionshaus zum Kauf ausgeschrieben gewesen. Der angegebene Mindestpreis für einen einzelnen Stab betrug 1000 Franken. Die ganze Lichtinstallation war für 300'000 Franken zu haben. Das ist nur noch ein Drittel des ursprünglich vorgesehenen Preises. Doch selbst diese drastische Preisreduktion brachte keinen Käufer. Die Aktion habe leider nicht eingeschlagen, erklärt Markus Hünig, Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse auf Anfrage der sda. Er bestätigte entsprechende Medienberichte, gemäss denen immer noch kein Käufer gefunden ist. Den Preis noch tiefer ansetzen will man aber nicht. Dies ist für Hünig der falsche Weg. „Es liegt nicht am Preis, sondern an der Grösse der Installation“, sagte er weiter. Aufgeben will er aber nicht. Man sei immer noch in Gesprächen. Zwei Kunden aus dem Ausland hätten noch Interesse.
 
Bereits kurz nach Auktionsende im September hatte Hünig gegenüber der sda, gesagt, dass man zwar noch keinen Kauf vermelden könne, aber mit Interessenten im Gespräch sei und etwas warten müsse. Lange warten kann Hünig jetzt jedoch nicht mehr. Denn seit ihrem letzten Einsatz liegen die Leuchtstäbe in einer Lagerhalle des Elektrizitätswerkes der Stadt Zürich. Dieses will die Halle im Lauf des nächsten Jahres aber wieder für eigene Zwecke nutzen. Was dann mit den Stäben passiert, ist unklar.
 
2010 war „Timepiece“ durch den neuen Sternenhimmel „Lucy“ ersetzt worden, das mit seinen 12'000 Kristallen an ein glitzerndes Schneegstöber erinnert. (mai/sda)