Das teuerste Privathaus der Welt

Das teuerste Privathaus der Welt

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Die indische Handelsmetropole Mumbai ist um eine Attraktion reicher. In der aufstrebenden Stadt am Arabischen Meer wurde vor Kurzem das teuerste und auffälligste private Wohnhaus der Welt bezogen. Der Geschäftsmann Mukesh Ambani hat für sich und seine fünfköpfige Familie einen über 170 Meter hohen Wohnturm gebaut.
 
 
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Das neue Privatwohnhaus des Industriellen Mukesh Ambani dürfte rund 400 Millionen gekostet haben.
 
Mumbai ist in vieler Hinsicht eine Stadt der Superlative. Mit über 14 Millionen Einwohnern ist die Metropole am Arabischen Meer, die bis 1996 Bombay hiess, eine der bevölkerungsreichsten Städte der Welt. Aufsehen erlangte die Stadt vor knapp zwei Jahren, als Terroristen das Hotel "Taj Mahal" attackierten. Ein grosser Teil der Bevölkerung lebt knapp an der Armutsgrenze in zahlreichen Slums, während sich die wohlhabenden Einwohner in Villenvierteln oder luxuriösen Penthouses eingerichtet haben.
 
Mukesh Ambani, ein im Jemen geborener indische Geschäftsmann, hat mit dem Bau seiner Privatresidenz ein neues Superlativ geschaffen. In kurzer Distanz zum Meer hat der reichste Mann Asiens mitten im Wohn- und Geschäftsviertel Mumbais ein 173 Meter hohes Privathaus gebaut, das ausschliesslich seiner Familie und Geschäftsfreunden als Unterkunft dient. Der „Antilia Tower“ des Büros Perkins+Will sowie Hirsch Bedner Associates bietet auf 27 Etagen und rund 37000 Quadratmeter Fläche mit jeglichem Luxus.
 
Wie gestapelte Kisten türmen sich die einzelnen Wohnebenen zu einem einzigartigen Hochhaus. Während die ersten sechs Stockwerke für die imposante Autosammlung des Hausherrn reserviert ist, folgt ein luxuriöser Spabereich, Suiten für Geschäftsfreunde und darüber die Wohnebenen der sechs Familienmitglieder. Rund 600(!) Angestellte kümmern sich um den Betrieb des Hauses, das in vielerlei Hinsicht neue Rekorde für den privaten Wohnungsbau aufstellt.
 
Was der Prachtsbau genau gekostet hat, darüber schiessen die Spekulationen ins Kraut. Während amerikanische Berichterstatter von bis zu zwei Milliarden Franken sprechen, lässt eine simple Nachrechnung den Wert beträchtlich kleiner erscheinen. Demnach dürften sich die reinen Baukosten auf rund 300 bis 400 Millionen Franken belaufen. Konkrete Zahlen gibt’s hingegen für den Stromverbrauch im ersten Betriebsmonat – rund 150 000 Franken. (tst)
 
Einen virtuellen Rundgang durch die Residenz können Sie hier unternehmen.