Das Stockhorn wird gepierct

Das Stockhorn wird gepierct

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Die Stockhornbahn will dem markanten Berg bei Thun eine Art Piercing verpassen: Knapp unterhalb des Gipfels soll ein frei schwebender, begehbarer Ring aus Stahl und Glas im Fels verankert werden.
 
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Die Aussichtsplattform wird an der "Nase" unterhalb des Gipfels angebracht.
 
Bis jetzt gibt es erst zwei „Augen“ oder vielmehr eine Galerie, von der aus Stockhornbesucher die Aussicht bewundern können. Nun erhält die Stockhornnase dazu noch eine Art Aussichtspiercing. Eine ringförmige Aussichtsplattform soll den Gästen einen Blick mit „spektakulärem Freiluftgefühl“ auf die 400 Meter tiefer gelegene Walalp ermöglichen. Für einen zusätzlichen Kick sorgt der Boden, der teilweise aus Glas besteht.
 
Das ausgefallene Projekt nach einem Entwurf der brügger architekten aus Thun bedeutet nur einen „minimalsten Eingriff in die Natur“, wie Stockkhornbahn in ihrer Medienmitteilung festhält. Es werde aus der Distanz nicht oder nur kaum sichtbar sein, heisst es weiter. Denn auf eine Beleuchtung wird verzichtet. Wie die Verantwortlichen erklären, sind die kantonalen Fachstellen und die Vogelwarte Sempach zum Projekt befragt worden. Die Vogelwarte habe verlangt, dass das Glas mit einem feinen Netz verkleidet werde; Das sei nun so geplant, erklärte der Geschäftsführer der Bahn, Alfred Schwarz, auf Anfrage. Opposition gegen das Projekt besteht laut Schwarz bis jetzt keine.
 
Finanziert wird das rund 500'000 Franken schwere Projekt mittels einer Erhöhung des Aktienkapitals und Sponsoring. Das Baugesuch ist eingereicht und wird voraussichtlich Ende dieses Monats publiziert. Falls es mit der Finanzierung klappt und das Baugesuch nicht auf Widerstand stösst, soll der Ring im kommenden Frühling bereits gebaut sein. (mai/sda)
 
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