Das rote Wunder der Wüste

Das rote Wunder der Wüste

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Wie der Alltag einst in der legendären Felsenstadt Petra ausgesehen hat, und was es brauchte, um eine Metropole in der jordanischen Wüste zu errichten, erzählt die aktuelle Ausstellung im Antikenmuseum Basel.
 
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Eindrückliche Felsenstadt: Petra im Abendlicht.
 
Das antike Petra mit seinen in rötlichem Sandstein gehauenen Fassaden lockt alljährlich Tausende von Touristen an. Die Geschichte der Felsenstadt in der jordanischen Wüste reicht weit zurück: Laut archäologischen Befunden wurde die Stätte bereits ab 9000 v. Chr. dauerhaft bewohnt. Ab etwa 500 v. Chr. siedelte hier das Nomadenvolk der Nabatäer. Unter diesem durch den Handel mit Weihrauch, Silber und Gewürzen reich gewordenen Volk erlebte Petra eine Blütezeit, die ihren architektonischen Höhepunkt im ersten Jahrhundert nach Chr. erlebte. Noch heute zeugen das Schatzhaus des Pharao, das römische Theater, die Gräber der Königswand und Überreste kilometerlanger Viadukte vom Prunk und vom Luxus jener Tage. Damals zählte die Stadt zwischen 30000 und 40000 Einwohner. In den Jahrhunderten danach trieben politische Ereignisse, Veränderungen bei den Handelsrouten und später Erdbeben die Menschen aus der Stadt. Zuletzt legte sich der Staub der Wüste und des Vergessens über ihre Mauern, die zusehends verfielen. Zuletzt kannte man sie nur noch aus Erzählungen.
 
Dies änderte sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Der Basler Orientreisende Johann Ludwig Burckhardt hielt sich damals in Jordanien auf und entdeckte die vergessene Stadt. Schnell stand für ihn fest, dass es ich dabei um das sagenhafte Petra handelt. Er war der erste Europäer, der die nabatäische Stadt betrat und der erste einer langen Reihe von Forschern, die bis heute dabei sind, die Geheimnisse Petras ans Licht zu bringen.
 
Von Burckhardts aber vor allem von neuesten Forschungserkenntnissen erzählt die Ausstellung im Antikenmuseum Basel. Auf anschauliche Weise zeigt sie, wie es vor 2500 Jahren möglich war, eine Stadt in der Wüste zu bauen und wie der Alltag in Petra ausgesehen hat. Dies geschieht anhand von eindrücklichen archäologischen Fundstücken, die von Computeranimationen und Modellen ergänzt werden.(mai)