Das Riesenrad lässt grüssen

Das Riesenrad lässt grüssen

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Teaserbild-Quelle: Nick Leverton, wikimedia, CC
Es ist spektakulär: das Schiffshebewerk beim schottischen Falkirk, das Schiffe vom Forth-and-Clyde-Kanal in den Union-Kanal befördert. Die Anlage ist als eine Art Riesenrad konzipiert. Wie es aussieht, wenn sie in Aktion ist, zeigt ein kurzer Timelapse-Film.
 
 
Das extravagante Hebewerk wurde 2002 eröffnet und verbindet den Forth-and-Clyde-Kanal mit dem Union-Kanal. Weil der Forth-and-Clyde-Kanal 35 Meter unterhalb des Union-Kanals liegt, mussten die Schiffe früher jeweils eine elfstufige Schleusentreppe überwinden. Besonders neu ist das Konzept des Hebewerks allerdings nicht. Laut Website des „Falkirk-Wheel“ (Falkirk-Rad) dachte man schon im 19. Jahrhundert über solche Anlagen nach. Realität geworden seien sie aber erst mit dem Projekt bei Falkirk, für das die Architekten der schottischen Büros Dundee Architects und Nicoll Russell Studios verantwortlich zeichneten. Dennoch ist das Rad, dessen Form unter anderem von einer keltischen Lanze mit doppelter Spitze inspirierte wurde, bisher das einzige seiner Art geblieben.
 
Das „Falkirk Wheel“ besteht aus zwei Trögen oder vielmehr Gondeln, die an einer gigantischen Radnabe befestigt sind. Durch eine halbe Drehung vertauschen die Becken ihre Position und können so schmale Schiffe bzw. Kanalboote in den andern Kanal hinauf oder hinunter heben. Laut Wikipedia können die Gondeln je 50 Tonnen Masse und 250 Tonnen Wasser halten. Wegen des archimedischen Prinzips (de.wikipedia.org) verdrängen sie genau so viel Wasser wie sie selbst wiegen. Darum befinden sich die Gondeln stets im Gleichgewicht und deshalb sei zum drehen eine vergleichsweise geringe Leistung von 20 Kilowatt erforderlich.
 
Gebaut wurde das Rad wurde aus vorgefertigten Teilen. Insgesamt wurden dafür 1200 Tonnen Stahl verbraucht. (mai)
 
Nick Leverton, wikimedia, CC
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Nick Leverton, wikimedia, CC
Gondeln sind auch Wassertröge: das Falkirk Wheel.