Das Büro als Schrebergarten und Wellnessoase

Das Büro als Schrebergarten und Wellnessoase

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Teaserbild-Quelle: zvg

In der Kaffeepause Erdbeeren aus dem Beet naschen und über Mittag eine kleine Klettertour im Grünen geniessen  – wer den ganzen Tag im Büro sitzt, soll zwischendurch in der Natur auftanken können. Das ist die Vision der beiden US-Innenarchitekten Sean Cassidy und Joe Wilson.

„Die Angestellten bilden das Herz der meisten Unternehmen, darum sollten sie auch entsprechend wertgeschätzt werden“, erklärt Cassidy und verweist darauf, dass die meisten Menschen einen Drittel ihres Lebens auf der Arbeit verbringen. Darum schlagen er und Wilson vor,  Bürogebäude um Grünräume und Dachgärten zu erweitern, die neben Pflanzen und einer Aussicht auf die Skyline auch die Möglichkeit für Freizeitaktivitäten bieten. Aber das ist nicht alles: Wer in ihrem Idealbüro arbeitet, sitzt in äusserst flexibel konzipierten Räumen, die sich mit wenig Aufwand nach Lust und Laune den aktuellen Bedürfnissen anpassen lassen.

Allerdings geht ihre Idee über Innenarchitektur hinaus. Tragbare Gadgets sollen die Angestellten laufend über ihren Gesundheitszustand informieren und ihnen dann etwa entsprechende Menuvorschläge präsentieren, damit sie einer dräuenden Grippe aus dem Weg können. Zudem sollen über das ganze Gebäude verteilte Pflanzstationen die Versorgung des „Herzens der Unternehmung“  mit frischem Obst und Gemüse sichern. Daneben versprechen sich die beiden von fruchtbaren, blühenden Ecken in Pult- oder Kopierapparatnähe Entschleunigung und weniger Stress.

Was an Big Brother erinnert, dürfte wohl kaum in nächster Zeit Wirklichkeit werden. Aber immerhin konnten Cassidy und Wilson die Jury des eines Wettbewerbs zum Thema „Arbeitsplätze der Zukunft“ des US-Architekturmagazins „Metropolis“ überzeugen. Sie landeten auf dem ersten Platz. (mai)