Das Basler Tierheim kann gebaut werden

Das Basler Tierheim kann gebaut werden

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Die Bauarbeiten für das neue Tierheim in Basel werden in Angriff genommen. Eine Einsprache ist vom Tisch. Doch die Finanzierung ist noch nicht gesichert.

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Das neue Tierheim

Eigentlich sollte das neue Tierheim schon längst stehen. Doch eine Einsprache und eine Finanzierungslücke verzögerten den Baubeginn. Jetzt wurde die Einsprache eines Nachbarn wegen des befürchteten Hundegebells abgewiesen. Der Weg für den 12-Millionen-Bau ist nun frei, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet.

Gemäss der Zeitung sollen im September die Bagger auffahren und das alte Tierheim abreissen. Die Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und Vögel sind schon seit Jahren auf dem Walzwerk-Areal in Münchenstein untergebracht, weil das alte Domizil den Vorschriften für eine tiergerechte Haltung nicht mehr entsprach. Doch es fehlt nach wie vor an Geld für den Neubau am früheren Standort. Der Spendenfluss ist beim Stand von sechs Millionen mehr oder weniger versiegt.

Die Regierungen von Basel-Stadt und Baselland wollen der verantwortlichen Organisation Tierschutz beider Basel mit einer Kreditsicherungsgarantie von vier Millionen Franken helfen. Konkret sollen sich die beiden Kantone verpflichten, während zehn Jahren bis zu jeweils je 200 000 Franken einzuschiessen, wenn die Zinszahlungen und Amortisationen gegenüber den Kantonalbanken nicht geleistet werden können. Die Kantonsparlamente - der Basler Grosse Rat und der Baselbieter Landrat - müssen die Mittel aber noch bewilligen.

Der Tierschutz beider Basel nimmt unter anderem jährlich durchschnittlich 1300 Findel- und Verzichtstiere auf und sorgt für die Betreuung und Vermittlung. Die private Institution erfülle mit ihrem Engagement eine wichtige gesellschaftliche und gemeinnützige Aufgabe, schreiben die Kantonsregierungen. Ohne die Arbeit des Vereins müssten die beiden Kantone für die Findel- und Verzichtstiere Räumlichkeiten bereitstellen sowie Pflege- und Vermittlungspersonal für die Tiere einstellen. Dies wäre mit wiederkehrenden Kosten verbunden, die die Höhe der maximalen Garantieleistungen erreichen, wenn nicht gar übertreffen, so die Regierungen. (stg)