Dachausbauten sollen in Basel erleichtert werden

Dachausbauten sollen in Basel erleichtert werden

Gefäss: 
Teaserbild-Quelle: Staatskanzlei Basel-Stadt

In Basel sollen Dachgeschosse einfacher als Wohnraum genutzt werden können. Die Regierung will die baurechtlichen Vorschriften liberalisieren. Die Leerstandsquote beträgt immer noch 0,4 Prozent.

Quelle: 
Staatskanzlei Basel-Stadt
Dachlandschaft in Basel mit dem Münster

Wohnraum in Basel-Stadt ist knapp. In den letzten zehn Jahren hat die Anzahl Arbeitsplätze in Basel um rund 2000 zugenommen. Das Wohnungsangebot konnte mit dieser Zunahme bei weitem nicht Schritt halten. Der Regierungsrat will jetzt den Ausbau von Dachgeschossen erleichtern, damit zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann. Er beantragt dafür dem Grossen Rat eine Anpassung des Bau- und Planungsgesetzes.

Siedlungsentwicklung nach innen
Laut einer Medienmitteilung sollen sowohl bestehende Dachgeschosse als auch solche von neu zu bauenden Gebäuden in erhöhtem Masse zu selbständigen Wohneinheiten ausgebaut werden können. Konkret will die Kantonsregierung die Erschliessung der Dachgeschosse durch Treppenhäuser und Lifte erleichtern und ein zweites Dachgeschoss auch bei baulich bereits übernutzten Parzellen zulassen.
Zudem sollen neu brachliegende Flachdächer über dem ersten Attikageschoss auch dann als Terrasse genutzt werden können, wenn die nutzbare Flachdachfläche die zulässige Bruttogeschossfläche für offene Bauten und Bauteile überschreitet. Laut dem Regierungsrat tragen diese Anpassungen auf einfache Weise zur Siedlungsentwicklung nach innen bei. Zudem könne damit dem Bedürfnis der Bevölkerung nach grosszügigeren Wohnungen entsprochen werden.

Hohe Wohnungsproduktion
Die Leerstandsquote liegt in Basel-Stadt immer noch bei 0,4 Prozent. Statistisch wird von einer Wohnungsnot gesprochen. Vor einem Jahr betrug die Quote 0,3 Prozent. Es gibt also mehr freie Wohnungen. Die hohe Wohnungsproduktion vermochte das Bevölkerungswachstum von gegen 900 Personen innert Jahresfrist mehr als aufzufangen und hatte einen Anstieg des Leerwohnungsbestands von 362 auf 452 Einheiten zur Folge, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Die Leerstandsquote stieg wie schon 2015, nachdem sie zuvor während acht Jahren bis auf den Rekordtiefstand von 0,2 Prozent gesunken war. (mgt)