Dach von "Rosebud" soll verschönert werden

Dach von "Rosebud" soll verschönert werden

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Die Waadtländer Stimmberechtigten werden am 3. März über das Projekt "Rosebud" abstimmen. Das Referendum gegen das neue Parlamentsgebäude ist mit 16'289 Unterschriften zustande gekommen. Die Regierung will die Pläne nun nochmals überarbeiten.
 
Das Referendum richtet sich formell gegen einen Objektkredit von 15,52 Millionen Franken für den Wiederaufbau des Gebäudes des Waadtländer Kantonsparlaments. Dieses war 2002 durch einen Brand zerstört worden, weshalb das Kantonsparlament nun seit zehn Jahren in einem Provisorium tagt.
  
Der Titel des Referendums "Nein zum Dach!" mache deutlich, dass es den Gegnern um ästhetische Aspekte des Projektes gehe, sagte Regierungsrat Pascal Broulis am Dienstag vor den Medien. Dass das Parlament wieder einen Tagungssitz brauche und das historische Perregaux-Gebäude restauriert werde müsse, sei nicht bestritten. Das 2009 als Siegerprojekt auserkorene Projekt "Rosebud", das für das neue Parlamentsgebäude ein Dach in Form einer asymmetrischen Pyramide vorsieht, war von Anfang an umstritten.
  
Energetische Abstriche
 
Zunächst war ein Dach aus Kupfer vorgesehen, dann - vor allem aus Kostengründen - eines aus mattem Zinn. Damit änderte sich aber auch die Farbe von Braun auf Grau, was für erhitzte Diskussionen sorgte. Damit es bei der Referendumsabstimmung nicht zu einem Schiffbruch kommt, erklärt sich die neu zusammengesetzte Waadtländer Kantonsregierung bereit, für das umstrittene Dach eine neue Lösung zu finden. Dabei sind auch Ziegel nicht ausgeschlossen, wie Broulis sagte. Ausserdem sollen die Architekten nochmals über die Bücher, um das Dach um zehn bis 20 Prozent zu redimensionieren.
  
Bisher hatte es immer geheissen, Ziegel seien technisch ausgeschlossen, denn der frühere Baudirektor François Marthaler (Grüne) wollte, dass das neue Parlamentsgebäude aus energetischen Gesichtspunkten vorbildlich wird. Die Architekten haben nun weniger als sechs Monate Zeit, das Projekt zu überarbeiten. (sda)