Container für Berliner Studenten

Container für Berliner Studenten

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Teaserbild-Quelle: (Visualisierung) zvg
Amsterdam hat welche und nun bekommt Berlin auch eines: ein Containerdorf für Studenten mit rund 400 Wohnheinheiten. Entworfen hat es das Zürcher Büro Holzer Kobler Architekturen. Im Juli starten die Bauarbeiten, bereits im Herbst sollen die ersten Bewohner einziehen.
 
 
Die rund 400 Module des künftigen Studentendorfs Plänterwald werden in zwei parallel verlaufenden, langgestreckten Riegeln aufeinander grouppiert. Mit den verschieden farbigen, leicht nach aussen und innen geschobenen oder um 90 Grad gedrehten Gruppen aus Übersee-Containtern erzeugten die Architekten einen lebendigen und vielfältigen Ort für eine neue Form gemeinschaftlichen Wohnens, heisst es in der Medienmitteilung der Bauherrin, der Presto 46 Vermögensverwaltungs GmbH. Bei den Containern handelt es sich um so genannte High Cube Container 40´, mit einer Länge von 12,19 Metern und einer Breite 2,9 Metern. Bevor sie installiert werden, werden sie mit Bad und Küche versehen und als Modulsystem vorgefertigt. Mehrheitlich sind es Single-Units, der Rest lässt sich auch sich zu WGs für zwei oder drei Personen zusammenfügen.
 
Das Herzstück des Ensemples befindet sich zwischen den beiden Gebäudeteilen: Hier begegnen sich die Studenten auf dem Weg von und zu ihren Wohneinheiten, verweilen auf den Sitzpodesten im Erdgeschoss und unterhalten sich auf den begrünten Laubengang-Galerien oder den Treppen und Brücken, die diese verbinden.
 
Das "Dorf" gliedert das Grundstück, auf dem es steht, in zwei  unterschiedliche Bereiche: Neben Aktivitäts- und Sportflächen gibt es einen Erholungsbereich mit Wiesen und Bäumen. Ebenfalls dazu gehört ein Café im Parterre, das als Treffpunkt der Anlage dient. Darüber hinaus sind Räume für Partys oder Konzerte vorgesehen; auch Ateliers und ein Fahrradverleih können angeboten werden.
 
Die Bauarbeiten zu den ersten 50 bis 70 vollausgestatten  Apartments starten diesen Juli, bereits Ende September sollen sie bezogen werden können. Die gesamte Anlage soll Ende September 2014 stehen. Die Bauherrin rechnet mit Kosten von rund 13 Millionen Euro. (mai/mgt)